Super vorbildlich, super sicher: Ein dickes Lob erhielten Lara (11) und ihr Bruder Simon (8) von den beiden Polizeioberkommissaren Rainer Hoberg (l.) und Stephan Jakob. Die Fahrräder der beiden Schüler funktionieren vorschriftsmäßig. Zudem waren sie mit Warnwesten bzw. -kragen ausgestattet. - © Polizei
Super vorbildlich, super sicher: Ein dickes Lob erhielten Lara (11) und ihr Bruder Simon (8) von den beiden Polizeioberkommissaren Rainer Hoberg (l.) und Stephan Jakob. Die Fahrräder der beiden Schüler funktionieren vorschriftsmäßig. Zudem waren sie mit Warnwesten bzw. -kragen ausgestattet. | © Polizei

Kreis Paderborn Polizei kontrolliert Fahrräder nicht nur bei Schülern

Polizei kontrolliert die Beleuchtung der Fahrräder von Schülern - Radstation behebt kleine Mängel vor Ort. Auch Erwachsene werden beobachtet

Kreis Paderborn. Morgens im Kreis Paderborn: der Leichtsinn ist unterwegs. Die gegenwärtige Jahreszeit präsentiert sich nicht nur mit Nebel, Kälte und eisglatten Straßen, sondern auch mit lang anhaltender und früh einsetzender Dunkelheit. Trotz dieser für alle Verkehrsteilnehmer widrigen und gefahrenträchtigen Bedingungen, sind jeden Morgen und jeden Abend "Phantomradfahrer" auf den Straßen des Kreises unterwegs. Die Polizei kontrolliert deshalb bereits seit einigen Tagen kreisweit verstärkt den technischen Zustand von Fahrrädern. Hierbei werden vor allem die Räder von Schülern überprüft. In dieser Woche wurden die Fahrräder der Schüler der Von-Fürstenberg-Realschule "unter die Lupe" genommen. Dabei achteten die Ordnungshüter, unterstützt von Lehrern der Schule, insbesondere auf die einwandfreie Funktion des Vorder- und Rücklichtes, der Reflektoren, der Bremsen und der Klingel. Festgestellte Defekte wurden auf einer Mängelkarte dokumentiert und die Schüler aufgefordert, ihr Fahrrad in den kommenden Tagen wieder verkehrssicher zu machen. Nach einer Woche werden die bemängelten Räder durch die Lehrern erneut kontrolliert. Die Maßnahme im Riemekeviertel wurde von Mitarbeitern der Radstation begleitet. Kleinere technische Mängel konnten von den Fachleuten so direkt vor Ort behoben werden. In diesem Zusammenhang appelliert die Polizei an die Vorbildfunktion der Erwachsenen. Sie rät, dass die Erziehungsberechtigten mit ihren Kindern gemeinsamen die Verkehrstauglichkeit der Fahrräder überprüfen, um auch die jüngsten Verkehrsteilnehmer für die besondere Bedeutung einer funktionierenden Beleuchtung und der anderen Sicherheitseinrichtungen zu sensibilisieren. Die Polizei wird es aber nicht nur bei Schwerpunktkontrollen an Schulen belassen. Auch auf ihren routinemäßigen Streifenfahrten wird die Polizei weiter verstärkt "ein Auge" auf die Radfahrer richten, die ohne Beleuchtung unterwegs sind. Dunkel gekleidete Radfahrer, die ohne Licht fahren, sorgen täglich für ein erhebliches Gefahrenpotential, weil sie von anderen Verkehrsteilnehmern, insbesondere Autofahrern, erst sehr spät, manchmal zu spät wahrgenommen werden. "Vielfach sind es technische Mängel, die eine ordnungsgemäße Benutzung der Vorder- oder Rücklichter unmöglich machen. In anderen Fällen liegt es nur daran, dass die ,Phantomradfahrer? aus Bequemlichkeit ihre Beleuchtung einfach ausgeschaltet lassen", betont die Polizei in ihrer Pressemitteilung. Neben der eingeschalteten Beleuchtungseinrichtung wird allen Radfahrerinnen und Radfahrern dringend empfohlen, sich durch reflektierende Materialien sichtbar zu machen. Gerade wenn an Fahrrädern die Beleuchtung nicht aktiv ist, beispielsweise wenn Radfahrer auf der Straßenmitte stehen, um nach links abzubiegen oder wenn sie vor einer Ampel warten, kann es lebenswichtig sein, über zusätzliche Lichtquellen zu verfügen. Das aktuelle Motto lautet: Sehen und gesehen werden! Sicherheit durch Sichtbarkeit!

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