Diskutierten: (v.l.) Karl-Heinz Wange, CDU-Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter, Bürgermeister Michael Dreier, Axel Kunze, Vorstand der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Brigadier Ian Bell, Befehlshaber der britischen Streitkräfte, Henning Otte, verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Oberst Gernot Kirch, Vize-Kommandeur der Panzerbrigade 21 in Augustdorf, und Bundestagsabgeordneter Carsten Linnemann. - © Privat
Diskutierten: (v.l.) Karl-Heinz Wange, CDU-Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter, Bürgermeister Michael Dreier, Axel Kunze, Vorstand der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Brigadier Ian Bell, Befehlshaber der britischen Streitkräfte, Henning Otte, verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Oberst Gernot Kirch, Vize-Kommandeur der Panzerbrigade 21 in Augustdorf, und Bundestagsabgeordneter Carsten Linnemann. | © Privat

Paderborn Interesse an Truppenübungsplatz

Sicherheitspolitisches Fachgespräch: Carsten Linnemann und Günter Kleiner von der Senner Runde tauschten sich in der Schützenhalle Sennelager aus

Paderborn. Das Interesse an einer weiteren militärischen Nutzung des Truppenübungsplatzes Senne ist vorhanden – auch im Rahmen der Konversion. Das ist das Fazit eines sicherheitspolitischen Fachgesprächs, zu dem der Bundestagsabgeordnete Carsten Linnemann und Günter Kleiner, Vorsitzender der „Senner Runde", in die Sennelager Schützenhalle eingeladen hatten. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Auswirkungen des Abzugs der Briten auf den Kreis Paderborn ebenso wie die Zukunft des Truppenübungsplatzes Senne und der Kasernen in Paderborn und Sennelager. Als Experten konnte Carsten Linnemann Axel Kunze, Vorstand der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, und Henning Otte, verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, begrüßen. „Die Sicherheitslage hat sich in den vergangenen zwei Jahren stärker verändert als in den 20 Jahren zuvor", sagte Otte. Der globale Terrorismus habe dazu geführt, dass Deutschland im Zentrum Europas vermehrt Führungsaufgaben übernehme. Er warb daher für eine breite personelle und räumliche Ausstattung der Bundeswehr. „Die Senne gehört zu den wichtigsten Truppenübungsplätzen Deutschlands – sowohl für die Bundeswehr als auch für die britischen Streitkräfte", sagte Otte. „Es freut mich daher, dass es derzeit Abstimmungsgespräche zwischen dem Verteidigungsministerium und den britischen Streitkräften über die Zukunft der Senne gibt." Diese Vorgehensweise begrüßten auch der Befehlshaber der britischen Streitkräfte in Deutschland, Brigadier Ian Bell, und der stellvertretende Kommandeur der Panzerbrigade 21 in Augustdorf, Oberst Gernot Kirch. Kirch berichtete, dass der Standort Augustdorf mit seinen rund 2.000 Soldaten langfristig gesichert sei und die Bundeswehr bis zum Jahr 2021 mit 55 Millionen Euro in Unterkünfte und Logistik investieren werde. Günter Kleiner von der „Senner Runde" sprach zudem die Panzerverladestation in Sennelager an. Diese werde auch zukünftig gebraucht, wobei prinzipiell eine Verlegung aus dem Ortszentrum möglich sei. Dies sei aber mit erheblichen Kosten verbunden. Thema der Diskussion war ebenso die Nachnutzung der Kasernen. Bürgermeister Michael Dreier berichtete, für die Alanbrooke-Kaserne in Paderborn werde derzeit ein Wettbewerb für die weitere Nutzung erarbeitet. Es würden zudem Überlegungen angestellt, wie nach dem Briten-Abzug auch die Normandy-Kaserne mit einer zivilen Nutzung in die Planung einbezogen werden könne, um den Ortskern in Sennelager attraktiver darzustellen und zu stärken. „Um sich neu zu erfinden, ist Sennelager auf die Flächen der Normandy-Kaserne angewiesen", machte Dreier deutlich.

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