Eine Ruine: Aus der Luft ist das Ausmaß des Schadens bei Westfleisch sichtbar. - © Marc Köppelmann
Eine Ruine: Aus der Luft ist das Ausmaß des Schadens bei Westfleisch sichtbar. | © Marc Köppelmann

Paderborn Millionenschaden bei Westfleisch ist ein Fall für die Versicherung

Brandermittler und Sachverständige können Ursache nicht mehr ermitteln

Hans-Hermann Igges

Paderborn. Die Untersuchungen der Brandermittler der Paderborner Polizei und der eingesetzten Sachverständigen nach dem verheerenden Brand bei Westfleisch sind beendet. Zu einem konkreten Ergebnis kamen die Experten nicht. Die exakte Brandursache lässt sich wegen der extremen Schadenslage nicht mehr ermitteln. Die Paderborner Polizei beziffert den entstandenen Sachschaden auf einen zwei- bis dreistelligen Millionenbetrag. „Dort wird die Gebäudeversicherung greifen. Deren Leistung ist nicht abhängig von der Brandursache", sagt Hasso Suliak vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft in Berlin. Auch für die durch die Flammen vernichteten Waren und Maschinen dürften Versicherungen einspringen. Inhaltsversicherungen und Maschinenversicherungen ersetzen die Verluste. Sollte Brandstiftung vorliegen und der Täter ermittelt werden, würde dieser in Regress genommen, sagt Hasso Suliak. Doch auf Brandstiftung deutet nichts hin. Die Paderborner Polizei konnte keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden feststellen. Während des Brandes war die Paderborner Feuerwehr mit sieben Messfahrzeugen im Stadtgebiet unterwegs. Gesundheitsgefährdende Stoffe konnten zu keiner Zeit festgestellt werden. Ammoniak und Kohlenstoffmonoxid fanden sich auf den Messfahrten in kritischen Konzentrationen nicht. Zwar gab es während der Löscharbeiten bei einigen Feuerwehrleuten Hautirritationen, doch für die Bevölkerung bestand nach Aussage der Feuerwehr keine Gefahr.

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