Jubiläum: Im Heinz-Nixdorf Museumsforum traf sich die Paderborner IT-Szene anlässlich des 30. Geburtstags des C-Lab, einer Kooperation der Uni Paderborn mit dem IT-Dienstleister Atos. Zum Jubiläum entwickelt wurde eine App, mit der man per Tablet durch die Ausstellung zu 30 Jahren C-Lab spazieren konnte. C-Lab steht für "Cooperative Computing & Communication Laboratry". - © Hans-Hermann Igges
Jubiläum: Im Heinz-Nixdorf Museumsforum traf sich die Paderborner IT-Szene anlässlich des 30. Geburtstags des C-Lab, einer Kooperation der Uni Paderborn mit dem IT-Dienstleister Atos. Zum Jubiläum entwickelt wurde eine App, mit der man per Tablet durch die Ausstellung zu 30 Jahren C-Lab spazieren konnte. C-Lab steht für "Cooperative Computing & Communication Laboratry". | © Hans-Hermann Igges

Paderborn NRW zählt auf IT-Labor an Pader

C-Lab: Was von Heinz Nixdorf gegründet wurde, ist 30 Jahre später eine der führenden Innovationsschmieden im Land. Sie soll den digitalen Wandel mitgestalten

Hans-Hermann Igges

Paderborn. Was haben Marion, Mon Ami und Mutti mit Alexandra, Hydra und Betsy gemeinsam? All die Frauennamen stehen als kreativ erdachte Abkürzungen für erfolgreiche Projekte am Paderborner C-Lab. Dort forschen Wissenschaftler der Uni Paderborn seit 30 Jahren gemeinsam mit Entwicklern der privaten IT-Wirtschaft - zunächst von Nixdorf, dann Siemens, seit 2011 Atos - an den großen Fragen der Informationstechnologie. Und wie man die Antworten in Lösungen für die Wirtschaft verwandelt. Der runde Geburtstag wurde gestern gebührend im Heinz-Nixdorf-Museumsforum gefeiert - da, wo C-Lab-Gründer Heinz Nixdorf in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts seine Zentrale hatte. Rund 200 Gäste aus Universität, IT-Welt und Politik kamen, darunter auch NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin. Aus gutem Grund: Spielt doch das Paderborner C-Lab als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in den Bemühungen, NRW zum Vorreiter im Industrie-4.0-Zeitalter zu machen, ganz vorne mit. Duin: " Das C-Lab ist ein wunderbares Beispiel für die Leistungsfähigkeit der ganzen Region OWL." Köpfe, Kapital und Kooperation seien entscheidende Faktoren. Entsprechend fördere man den Breitbandausbau ebenso wie innovative Start-Ups. Er freue sich jetzt schon auf die Bewerbung aus Paderborn, wenn es um die Verteilung der fünf geplanten Verteiler-Standorte in NRW als Anlaufstellen für die Wirtschaft gehe, so Duin. Paderborns Bürgermeister Michael Dreier nutzte den Ministerbesuch, um im Zusammenhang mit den Übernahmeverhandlungen bei Wincor Nixdorf und der Schließung von Fujitsu mit Duin neue Chancen auszuloten. Dreier: "Wir sollten den Kopf nicht in den Sand setzen, sondern alles dafür tun, so viel IT-Kompetenz vor Ort zu halten wie möglich." Dabei setze er auf das große Netzwerk der aktuell mehr als 300 IT-Firmen vor Ort. Man sei in konkreten Gesprächen, ließ Dreier durchblicken. Die Jubiläumsfeier mit Vorträgen über Digitalisierung und Technologietransfer war auch ein großer Treff für Ehemalige C-Lab-Mitarbeiter. Die C-Lab-Vorstände Gregor Engels, Informatik-Professor an der Uni-Paderborn, und Jörg Wehlig wussten von 70 Promotionen zu berichten, die bei über 100 geförderten Projekten entstanden sind. Zehn ehemalige C-Lab-Mitarbeiter seien heute Professoren.

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