Paderborn Breitbandausbau soll bis 2017 fertig sein

Heft des Handelns liegt bei der Telekom

Hans-Hermann Igges

Paderborn. An Ortsrändern wie in Marienloh oder Sande, aber auch in Gewerbegebieten klagen Internetnutzer über lange Leitungen: Grund ist der auch im Paderborner Stadtgebiet nicht abgeschlossene Ausbau des Breitbandnetzes. Bis 2017 soll Abhilfe da sein. Von diesem Versprechen der Telekom berichtete am Donnerstag Jens Kamp vom Bürgermeisterbüro vor dem Stadtrat. Anlass war eine Anfrage der Fraktion Bündnis90/Die Grünen zum Stand der Dinge. Kamp ist Ansprechpartner in Sachen Breitband-Masterplan: Darin haben sich die Kommunen und der Kreis auf einen Versorgungsplan verständigt. Allein auf dem Gebiet der Stadt gebe es noch 260 Versorgungslücke. Ziel sei eine Glasfaserverbindung bis an die Gebäude, die Datenraten von 30 Mbit ermögliche, so Kamp. Dazu habe sich die Telekom als Versorgungsunternehmen bereit erklärt. Das Mittel der Wahl sei zumeist die Ertüchtigung der vorhandenen Leitungen, genannt "Vectoring". Weil mit der Telekom ein Unternehmen tätig werde, so Jens Kamp, sei die Stadt selbst nicht gefordert, tätig zu werden: Ohnehin gebe es dafür aktuell keine Zuschüsse. Auch Leerrohre will die Stadt nicht auf eigene Rechnung verlegen lassen: Laut Breitband-Masterplan wären allein auf dem Stadtgebiet auf 241 Kilometern Verlegungsarbeiten für 10 Millionen Euro nötig, um die angepeilte flächendeckende Versorgung zu erzielen. Immerhin habe die Telekom im letzten Jahr bei allen Tiefbaumaßnahmen der Stadt Leerrohre verlegt. Bürger-Zusammenschlüsse wie die Breitband-Initiative in Marienloh begrüße man seitens der Stadt, so Kamp. Sie würden die Wichtigkeit des Anliegens unterstreichen. Als technisch unbefriedigend beurteile man dagegen Richtfunk-Lösungen.

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