Erfolgreiche kommunale Zusammenarbeit: Die neu besetzte Führungsspitze des Vereins Regionalforum Südliches Paderborner Land feiert einen weiteren Erfolg - hier Bad Wünnenbergs Bürgermeister und Vize Winfried Menne, sein Bürener Amtskollege Burkhard Schwuchow (Vorsitzender) und Stellvertreter Reiner Allerdissen. - © Foto: Regionalforum
Erfolgreiche kommunale Zusammenarbeit: Die neu besetzte Führungsspitze des Vereins Regionalforum Südliches Paderborner Land feiert einen weiteren Erfolg - hier Bad Wünnenbergs Bürgermeister und Vize Winfried Menne, sein Bürener Amtskollege Burkhard Schwuchow (Vorsitzender) und Stellvertreter Reiner Allerdissen. | © Foto: Regionalforum

Kreis Paderborn Sechs Kommunen profitieren von EU-Förderung

Südliches Paderborner Land bleibt weiterhin und bis 2023 Leader-Region

Ralph Meyer

Kreis Paderborn. Das Südliche Paderborner Land und die Stadt Delbrück haben geschafft: Sie sind bei der neuen Förderrunde des leader-projektes dabei. Drei Millionen Euro stehen der Region in den kommenden acht Jahren zur Verfügung. Vom NRW-Landwirtschaftsministerium wurden weitere 27 Regionen für die neue EU-Förderphase ausgewählt, 16 NRW-Regionen erhielten keinen Zuschlag. Erfolg gehabt hat Delbrück bei der Bewerbung im europäischen Förderprogramm Leader. Gemeinsam hatte sich Delbrück mit Soest, Lippstadt, Lippetal, Wadersloh, Bad Sassendorf und Möhnesee als Region Lippe-Möhnesee um Fördergelder beworben. Rund 180 Bürger hatten sich mit 2.000 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden an dem 120 Seiten starken Konzept. Bürgermeister Werner Peitz wird am Dienstag Details der erfolgreichen Bewerbung vorstellen. Das Südliche Paderborner Land ist als einzige Region in Nordrhein-Westfalen zum dritten Mal nach 2002 und 2007 zur Förderregion Leader ernannt worden. Der neue Vorsitzende, Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow, freut sich sehr über die Entscheidung aus Düsseldorf am Donnerstagabend. "Nun gilt es, die lokale Entwicklungsstrategie mit viel Engagement und Teamarbeit umzusetzen", so die Zukunftsplanung von Burkhard Schwuchow. "Mit unserem etablierten Netzwerk aus Akteuren, Vereinen und der Wirtschaft haben wir uns einen bemerkenswerten Vorteil hinsichtlich der Nutzung von Fördermitteln geschaffen, den es weiter auszubauen und mit Leben zu füllen gilt. Unsere fünf Kommunen wollen mit Akteuren und Dorfgemeinschaften Lösungen für die gesellschaftlichen Herausforderungen finden und bereits definierte Projekte umsetzen", gibt der neue Vorsitzende die Strategie vor. Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow ist nach Ulrich Klinke aus Bad Wünnenberg und seinen vorangegangenen Bürgermeisterkollegen Wolfgang Runge aus Büren und Michael Dreier aus Salzkotten der vierte Vorsitzende des Vereins und wird zukünftig von seinen Stellvertretern Bürgermeister Winfried Menne aus Bad Wünnenberg und dem ebenfalls neu gewählten Reiner Allerdissen, Bürgermeister aus Borchen, unterstützt. Der neue Mann am Ruder des Entwicklungsvereins hat das einstimmige Votum der Vereinsmitglieder gerne angenommen. Er ist stolz auf die bisher geleistete Arbeit und die über 30 umgesetzte Leader-Projekte, Förderungen für Baumaßnahmen des regionalen Städtebaus für kleinere Städte und Gemeinden, 83 Dorferneuerungsmaßnahmen und das erfolgreiche Regionalmarketing. "Den Gemeinden Bad Wünnenberg, Borchen, Büren, Lichtenau und Salzkotten gratuliere ich herzlich, dass sie als Zusammenschluss "Südliches Paderborner Land" als eine der leader-Regionen in NRW ausgewählt wurden. Ich bedanke mich auch bei den Bürgerinnen und Bürgern, die sich für ihre Region in der Erarbeitung der Ideen und Strategien eingebracht haben", lobt Sigrid Beer. Sie lobte die Herangehensweise der lokalen Arbeitsgruppe Südliches Paderborner Land, die mit ihrer Entwicklungsstrategie beim Strukturwandel der Region die Zusammenarbeit intensivieren, voneinander lernen und das Netzwerk um bisher noch nicht integrierte Zielgruppen im Bereich Soziales, Jugend und Problemgruppen erweitern. Pech dagegen hatte Altenbeken. Die Eggegemeinde hatte sich gemeinsam mit den Nachbarn in Schlangen und sechs weiteren Kommunen als "Naturerlebnisraum Teuto-Egge" beworben. Das Ministerium teilte in seinem ablehnenden bescheid mit, dass die eingeschlagene Entwicklungsstrategie der Gemeinde durchaus zielführend sei und riet, Fördertöpfe bei anderen Förderprogrammen anzuzapfen.

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