Erfolgreich: Zusammen mit der Firma dSPACE haben die "Pelestorms" in zehn Jahren mit ihren Lego-Robotern große Erfolge gefeiert. Dazu gratulieren der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Herbert Hanselmann (2. von links), Dr. Kurt Beiersdörfer als Chef des Heinz-Nixdorf-Museumsforums und  Bürgermeister Michael Dreier (3. von rechts) . Das Pelizaeus-Gymnasium geht jetzt eine neue Kooperation mit der Universität Paderborn im Bereich Rasperry Pi ein, die Schulleiter Dr. Peter Lütke Westhues (Mitte neben Roboter) und Jonas Neugebauer von der Universität (9. von links) vorstellen. - © FOTO: SONJA MÖLLER
Erfolgreich: Zusammen mit der Firma dSPACE haben die "Pelestorms" in zehn Jahren mit ihren Lego-Robotern große Erfolge gefeiert. Dazu gratulieren der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Herbert Hanselmann (2. von links), Dr. Kurt Beiersdörfer als Chef des Heinz-Nixdorf-Museumsforums und  Bürgermeister Michael Dreier (3. von rechts) . Das Pelizaeus-Gymnasium geht jetzt eine neue Kooperation mit der Universität Paderborn im Bereich Rasperry Pi ein, die Schulleiter Dr. Peter Lütke Westhues (Mitte neben Roboter) und Jonas Neugebauer von der Universität (9. von links) vorstellen. | © FOTO: SONJA MÖLLER

Paderborn Auf den Spuren der Pelestorms

Pelizaeus-Gymnasium kooperiert im Bereich Rasperry Pi mit der Universität Paderborn

Sonja Möller

Paderborn. Die "Pele-storms" haben das Pelizaeus-Gymnasium weithin bekannt gemacht. Mit ihren Lego-Robotern haben die Schüler in den vergangenen zehn Jahren reihenweise Preise in Indonesien, Malaysia und Kopenhagen abgeräumt. "Wir sitzen nicht nur im Zimmer und programmieren. Wir gucken uns die Welt an", sagt der ehemalige Schüler Jonas Zagatta. Jetzt steht der nächste Meilenstein der Schulgeschichte an: der Rasperry Pi. Um die MINT-Fächer weiter zu stärken, geht die Schule eine Kooperation mit der Universität Paderborn ein. Mittlerweile sind weltweit mehr als vier Millionen Rasperry Pis verbaut. "Im Grunde ist die Platine ein kleiner Computer, der alles kann was ein großer Computer auch kann", erläutert Jonas Neugebauer von der Universität. Und das Beste: "Sie sind mit etwa 30 Euro pro Stück günstig zu bekommen". Die Platine mit diversen Anschlüssen sieht auf den ersten Blick unscheinbar aus. "Aber man kann damit nahezu alles machen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt", erläutert der Student und zeigt ein Gefährt mit vier Rädern, das entfernt an ein Auto erinnert. Der Clou: Wenn Musik gespielt wird, tanzt das Fahrzeug. Pelizaeus-Lehrer David Tepaße freut sich bereits, den Rasperry Pi in seinen Unterricht einzubauen, immerhin beschäftigt er sich in seiner Freizeit schon länger mit der Technik. Damit der Funke auf die Schüler überspringt, soll auf Modelle zurückgegriffen werden, die gerade an der Universität entwickelt worden sind. "Das ist der Vorteil dieser Kooperation", freut sich Schulleiter Peter Lütke Westhues. Das Experimentieren mit dem Rasperry Pi ist ein neuer, innovativer Bereich, in dem sich das Pelizaeus-Gymnasium mit Unterstützung der Firma dSPACE beweisen will. Was aus solch einer Idee entstehen kann, zeigen die "Pelestorms" jetzt schon seit einem Jahrzehnt. Angefangen hat alles 2004 bei einem Weihnachtsmarkt im Heinz-Nixdorf-Museumsforum. dSPACE-Mitarbeiter Gunther Zagatta fiel ein Flyer der 1. Lego-League in die Hände. "Ich wollte unbedingt, dass mein Sohn teilnehmen kann", erzählt er lachend. Filius Jonas hatte mit Technik zu dem Zeitpunkt nicht viel am Hut. Doch das änderte sich schlagartig mit Gründung der AG, die besser bekannt sind unter dem Namen "Pelestorms". Heute studiert er übrigens Maschinenbau in Aachen. Die Schule ging den Weg mit, holte sich die Firma dSPACE ins Boot und hat nach zehn Jahren stolze 26 Pokale gewonnen. "Jeder steht für einen Sieg in einer Disziplin der Lego-League", berichtet Gunther Zagatta. Mittlerweile entwickelt die fünfte Generation von Schülern die Lego-Roboter. Student Jonas Zagatta erklärt, dass es den Pelestorms um mehr als das reine Entwickeln geht: "Bei uns lernt man fürs Leben." Lektionen gab es zum Beispiel bei richtigen Präsentation - vor allem auf Englisch - und der Frage, was überhaupt erwartet wird. "Es geht nicht nur um einen kleinen Bereich, in dem wir uns beweisen, sondern wir haben Erfahrungen fürs Leben gesammelt. Und wir haben gelernt, wie viel Spaß Technik macht!"

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