Paderborn Kunstprojekt gegen Waffenexporte in Paderborn

Paderborn (epd). Ein Kunstprojekt aus unschädlich gemachten Kleinwaffen ist bis zum 3. August in der Stadtbibliothek Paderborn zu sehen. Das Projekt "Symbiosis - 1,5 Tonnen globale Verwicklung" des Frankfurter Künstlerduos Peter Zizka und Matthias Rettner wolle auf die fatale Rolle von Kleinwaffen aufmerksam machen, wie der Caritasverband Paderborn am Dienstag mitteilte.  Die Exponate können auch erworben werden. Mit dem Erlös werde die Friedensarbeit von Caritas international in Burundi unterstützt. Das "Symbiosis"-Kunstprojekt läuft im Rahmen der Caritas-Jahreskampagne "Weit weg ist näher, als du denkst". 15 Caritasverbände in Deutschland unterstützen das Projekt. Die Waffen stammen aus dem Bürgerkrieg in Burundi. Im Rahmen eines UN-Programms waren sie von ihren Besitzern gegen Fahrräder eingetauscht worden. Die Caritas erklärte, Kleinwaffen wie Pistolen, Gewehre oder Handgranaten würden erst die Voraussetzung dafür schaffen, dass sich blutige Konflikte gerade in Entwicklungsländern ins Unendliche verlängerten. Trotz Ausfuhrbeschränkungen landeten diese Waffen immer wieder in Spannungsgebieten. Beteiligt daran seien auch deutsche Unternehmen, kritisierte der katholische Verband. Deutschland habe seinen Export von Kleinwaffen im vergangenen Jahr nahezu verdoppelt.

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