Ein Handwerker ist am Mittwoch in Paderborn-Sennelager lebensgefährlich verletzt worden. Jetzt steht die Ursache des Unfalls fest. - © ARCHIVFOTO: KÖPPELMANN
Ein Handwerker ist am Mittwoch in Paderborn-Sennelager lebensgefährlich verletzt worden. Jetzt steht die Ursache des Unfalls fest. | © ARCHIVFOTO: KÖPPELMANN

Paderborn Zigarette löst Feuerwalze in Paderborn aus

23-Jähriger wurde lebensgefährlich verletzt

Paderborn (nw). Die Ursache für die verheerende Explosion, bei der am Mittwoch ein 23-jähriger Handwerker in Paderborn lebensgefährlich verletzt worden ist, ist gefunden: Der Arbeitsunfall war offenbar selbst verschuldet. Nach den Erkenntnissen der Polizei hatte der 23-jährige Mann mit einem 28-jährigen Arbeitskollegen gegen 14 Uhr im Kelleraum eines Mehrfamilienhauses Sanierungsarbeiten durchgeführt. Dabei sollte ein mehrere tausend Liter fassender Öltank aus Metall von innen mit einer Folie ausgeklebt werden. Nachdem die beiden Arbeiter die Innenhaut des Tanks mit Sprühkleber vorbereitet hatten, war der ältere Handwerker aus dem Heizraum gegangen, um weiteres Material zu holen. In dem Moment hatte sich sein Kollege offenbar eine Zigarette angesteckt. Im gleichen Augenblick kam es in dem Tank zu einer Verpuffung. Der junge Mann, der zu dem Zeitpunkt noch in dem Tank stand, erlitt dabei schwerste Verbrennungen. Nach notärztlicher Erstversorgung wurde er mit einem Rettungswagen in eine Dortmunder Spezialklinik gebracht. Sein Arbeitskollege, der den Schwerverletzten zusammen mit einer 26-jährigen Hausbewohnerin aus dem Heizraum rettete, musste wegen einer Rauchgasintoxikation ebenfalls in ein Krankenhaus transportiert werden. Offensichtlich waren bei der Verarbeitung des Sprühklebers größere Mengen hochentzündlicher Lösungsmittel freigesetzt worden, die sich in dem Tank in hoher Konzentration angesammelt und durch das Entzünden des Feuerzeugs schlagartig entzündet hatten. Die Polizei hat das Amt für Arbeitsschutz eingeschaltet.

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