Paderborn Die Narren zieht?s hinaus auf die Straßen

Verein Hasi Palau ist für die große Karnevalsparade gerüstet / Neue Hymne für Paderborn

Diese "Babys" in rosa- und blaufarbenen Stramplern waren bei der Parade im vergangenen Jahr dabei. Für kommenden Samstag gibt es bisher 40 Anmeldungen, darunter sind 20 Fußgruppen. - © FOTO: REINHARD ROHLF
Diese "Babys" in rosa- und blaufarbenen Stramplern waren bei der Parade im vergangenen Jahr dabei. Für kommenden Samstag gibt es bisher 40 Anmeldungen, darunter sind 20 Fußgruppen. | © FOTO: REINHARD ROHLF

Paderborn. Die Narren in Paderborn stehen in den Startlöchern: Am kommenden Samstag regnet es ab 14.14 Uhr für die feiernden Jecken an der Strecke der Karnevalsparade buntes Konfetti und kiloweise Kamelle. Dabei steht alles unter dem Motto "Ja, nun ist es Tradition, 11 Jahre Hasi Palau für Paderborn".

"Wir sind bestens vorbereitet, es kann also losgehen", sagt Andreas Gorecki. Er ist stellvertretender Vorsitzender und Geschäftsführer des Vereins Hasi Palau, der nach der Insolvenz des Vereins Drei Hasen die Organisation des Umzugs übernommen hat.

Information

Anmeldung für die Parade

Wer noch kurzfristig als Gruppe bei der Parade mitlaufen möchte, kann sich bei Andreas Gorecki, Tel. (01 51) 52 47 13 21, E-Mail info@hasi-palau-paderborn.de, melden.

"Die Freibeuter" spielen ihre Hymne "Schiff Ahoi" an diesem Samstag gegen 16 Uhr vor dem Kaufhof in der Innenstadt. Das nächste Mal ertönt der Hit dann zum Rathaussturm am Donnerstag ab 14.11 Uhr. Wer sich bereits zu Hause mit dem Titel auf Karneval einstimmen möchte, kann für 3,50 Euro eine CD in der Bücherei Linnemann, beim Verein Hasi Palau oder aber über die Homepage www.diefreibeuter.com erwerben. (kbz)

Bislang haben sich 40 Gruppen, davon etwa 20 Wagen, zum Marsch durch die Innenstadt angemeldet. "Wir nehmen aber gerne noch weitere Fußgruppen auf", sagt Gorecki, der mit rund 1.500 Teilnehmern rechnet.

Der Schlachtruf "Hasi, Hasi Palau" wird am Samstag zunächst am Maspernplatz zu hören sein. Denn dort startet der Umzug, der wie im vergangenen Jahr über die Mühlenstraße in die Kisau, vorbei an der Westernmauer in die Marienstraße und dann über Marienplatz, Rathaus und Kamp bis zum Schlusspunkt am Kasseler Tor führt.

Anders als gewohnt wird das Mümmelprinzenpaar, aktuell sind das Silke Jochheim und Jörg Krampe, dann jedoch nicht mehr vom selbstgebauten Wagen in die Menge winken, sondern im Cabrio durch die Straßen kutschiert. "Wir konnten für dieses Jahr leider keinen Wagen bauen", sagt Gorecki. Das liege zum einen daran, dass erst spät klar gewesen sei, dass Hasi Palau die Parade organisiert. Zum anderen habe man die vertraute Wagenbauerhalle nicht nutzen können, da ihr Besitzer diese aufgrund des laufenden Insolvenzverfahrens gegen den Vorgängerverein nicht zur Verfügung stelle.

Generell scheint es in Paderborn für Vereine derzeit nicht leicht zu sein, einen für den Wagenbau geeigneten Ort zu finden. "Es ist sehr, sehr schwierig", meint Gorecki. "Das liegt auch am hohen Mietpreis pro Quadratmeter." So könne beispielsweise auch die Gruppe "Die apokalyptischen Jecken" zum ersten Mal seit Beginn der Parade 2004 keinen eigenen Wagen beisteuern.

Nächstes Jahr möchte Hasi Palau sein Mümmelprinzenpaar definitiv wieder auf einem bunt geschmückten Wagen sehen. "Deswegen bin ich schon in Gesprächen mit dem Besitzer der alten Halle", sagt Gorecki. Wichtig für ihn ist dabei allerdings auch, dass die Finanzen stimmen. Man müsse abwarten, wie viel Gewinn nach der Parade, die den Verein etwa 20.000 Euro kostet, übrigbleibe. Es komme nicht in Frage, "direkt wieder Schulden zu machen".

Zwar kann Hasi Palau Samstag keinen eigenen Wagen, dafür aber eine neue offizielle Karnevalshymne präsentieren. "Die Freibeuter", Michael Vanbrabant aus Büren und Stephan Kohls aus Bad Driburg, liefern den Song "Schiff Ahoi" und wollen damit die Narren zum Toben bringen. "Im Lied geht es um eine Kaperfahrt von Paderborn aus um die ganze Welt", erklärt Vanbrabant. "Wir schleppen alle Jecken mit und feiern am Ende eine ordentliche Sause in Paderborn."

In den Gute-Laune-Hit hat das Duo im Vorfeld jede Menge Arbeit gesteckt.Vanbrabant: ",Schiff Ahoi? ist das erste Lied, das wir selbst komponiert haben und das war zuerst gar nicht so einfach." Beim Verein Hasi Palau kam es trotzdem an. "Die Jungs haben alles gegeben, um für Paderborn ein tolles Lied zu schreiben", sagt Gorecki, dessen Vorfreude auf die Parade von Tag zu Tag steigt.

"Man geht bei der Organisation allerdings ganz schön an seine Grenzen." Da der Verein bislang nur 50 Mitglieder zählt, hofft Gorecki auf Zuwachs nach einer gelungenen 11. Parade. "Wir sind optimistisch, dass alles gut läuft."

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