Eva Kremliczek, frisch pensioniert, Nachfolgerin Constanze Glaese de Metivier, Andreas Potthast, Maxi Brautmeier-Ulrich und Julia Lechtermann (v.l.) setzen auf gute Kost. - © FOTO: SILKE GENSICKE
Eva Kremliczek, frisch pensioniert, Nachfolgerin Constanze Glaese de Metivier, Andreas Potthast, Maxi Brautmeier-Ulrich und Julia Lechtermann (v.l.) setzen auf gute Kost. | © FOTO: SILKE GENSICKE

PADERBORN Treibstoff für kleine Tischgäste

Vier Paderborner Grundschulen erhalten bundesweit erste Auszeichnung für Schulverpflegung

Paderborn (sig). Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr, lehrt ein altes deutsches Sprichwort schon seit Jahrhunderten. Wie aktuell dieser Leitspruch auch heute noch ist, beweisen jetzt vier Paderborner Schulleiter, die an ihren Grund-und offenen Ganztagsschulen jeden Tag für ein ausgewogenes und leckeres Mittagessen sorgen.

Engagement, kulinarische Kreativität und familiäre Atmosphäre beim Mittagessen wurden jetzt mit der Bestnote 1 von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ausgezeichnet - und das bundesweit zum ersten Mal. Gemeinsam mit Kindern, Eltern und unterstützt durch die Stadt und die Universität Paderborn gingen die Marienschule, die Elisabethschule, die Grundschule Sande und die Grundschule Josef in Schloß Neuhaus das Projekt "Gesunde Schulverpflegung" an.

"Wir sind kein ernährungswissenschaftliches Fachpersonal und mussten uns auch erst einmal langsam an alles heran tasten", sagt Maxi Brautmeier-Ulrich, Schulleiterin der Grundschule Sande. Und damit war sie nicht allein. Auch die beiden Paderborner Catering-Unternehmen "Esslust" und "Menuplan" standen vor einer Herausforderung: "Wir haben vier Tage lang ein Seminar besucht, in dem uns die DGE-Richtlinien für die Schulverpflegung erklärt wurden", erklärt Ulrike Brand, Inhaberin des Catering-Service "Esslust".

Und die Regeln sind streng. Wöchentlich gibt es für alle kleinen Tischgäste nur zwei Mal Fleisch, ein Mal Fisch und zwei Mal wird vegetarisch gekocht - immer mit Blick auf Vollkornprodukte, frisches Gemüse, Obst und die Herkunft der Lebensmittel.

Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Das zeigt sich auf den zumeist leer gegessen Tellern und in zufriedenen Kindergesichtern. "Für die entsprechenden Leistungen braucht man auch den richtigen Treibstoff", erklärt Bürgermeister Heinz Paus und freut sich über die nun zertifizierte Vorbildfunktion seiner Grundschulen.

Und auch den Eltern bleibt die neue Vorliebe ihrer Kinder für Gesundes nicht verborgen. "Meine Kinder besuchen die Grundschule Josef und essen jetzt auch zu Hause viel mehr Salat. Und auch wenn es mal nicht schmeckt - probiert wird immer", schildert Claudia Busche, Mutter zweier Grundschüler.

Für den elterlichen Geldbeutel ist die gesunde Kost erschwinglich. "Die Beiträge sind bei uns sozial gestaffelt und bewegen sich zwischen 37 und 53 Euro im Monat", erklärt Andreas Potthast, Leiter der Grundschule Josef.

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