Die beteiligten Akteure sollen besser zusammenarbeiten, fordert die Interessengemeinschaft. - © Hans-Hermann Igges
Die beteiligten Akteure sollen besser zusammenarbeiten, fordert die Interessengemeinschaft. | © Hans-Hermann Igges

Paderborn Innenstadt Paderborn: Verbesserung des Stadtmarketings gefordert

Konkrete Vorschläge: Interessengemeinschaft Innenstadt kritisiert die Strukturen und gibt eine Reihe von Anregungen für Verbesserungen

Peter Hasenbein

Paderborn. Die Interessengemeinschaft Innenstadt sieht in der aktuellen Struktur und der Zusammenarbeit innerhalb des Stadtmarketings erheblichen Verbesserungsbedarf. Konkret fordert sie "eine starke Persönlichkeit", die zugleich auch mit einem ausreichenden Budget auszustatten sei. Diese neue Organisationseinheit könne nur bei der Stadt Paderborn angesiedelt sein. Die bisherigen ehrenamtlichen Akteure und Institutionen sollten ihre Eigenständigkeit zwar behalten, sich künftig jedoch koordinierter, z.B. in Form von Arbeitskreisen, einbringen können. Das forderte die Interessengemeinschaft auf der jüngsten Mitgliederversammlung, wie sie in ihrer Pressemitteilung erläutert. Zurzeit würden "eine Vielzahl von städtischen Institutionen und Abordnungen" gleichzeitig an Problemen arbeiten. Es bestehe die Gefahr des "uneffektiven Arbeitens" Dazu zählt die Interessengemeinschaft das Stadtmarketing und den Öffentlichkeitsbereich, den Verkehrsverein, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft, das Baustellenmanagement im Planungsamt - aber auch die Innenstadtakteure wie Werbegemeinschaft, Citymanager, Innenstadt-, Peripherie- und Quartiersinteressengemeinschaften. Durch diese Vielzahl habe es in der Vergangenheit "Kommunikations- und Abstimmungsprobleme" gegeben. Es bestehe die Gefahr "uneffektiven Arbeitens", so dass wichtige Themen sogar "versanden" würden. "Angesichts der (Einzelhandels-)Probleme und weiteren Herausforderungen in der Innenstadt ist es wichtig, die Aktivitäten der städtischen und ehrenamtlichen Innenstadtakteure neu zu strukturieren, das heißt zu bündeln, mit einer Stimme zu sprechen und einen engen Gedanken- und Kommunikationsaustausch zu haben", betont Heinz Tegethoff als Sprecher der Interessengemeinschaft. Außerdem fordert die Gemeinschaft den bisherigen, relativ kleinen Durchgang vom zukünftigen zentralen Busbahnhof an der Westernmauer zu den Königsplätzen/Brückengasse größer und attraktiver zu gestalten. "Das wird künftig das Eingangstor zur City sein und damit die erste Visitenkarte der Innenstadt", streicht die Interessengemeinschaft heraus. Sie begrüßt, dass die Stadt mit dem Erwerb zusätzlichen Eigentums in diesem Bereich erste Voraussetzungen geschaffen habe. Nächtliche Lärmbelästigung Als besonderes Problem bezeichnete Geschäftsinhaberin Astrid Hunstig die Lärm- und Verkehrsprobleme an der Westernmauer. Für die Anlieger seien in dem Abschnitt zwischen Alte Torgasse und Westernstraße die nächtlichen Lärmbelästigungen durch alkoholisierte Personen aus den anliegenden Gaststätten sowie an- und abfahrenden Fahrzeugen an Wochenenden "oft unerträglich". Die Polizei und B.O.S.S. hätten hier schon stärkere Kontrollen, Ansprachen und Platzverbote durchgeführt. Astrid Hunstig als Anliegerin und neue Sprecherin der Interessengemeinschaft zeigte sich erfreut über die Zusage der Polizei, vor allem in den frühen Morgenstunden stärkere Präsenz zu zeigen. Ebenfalls als "problematisch" werden die bisherigen Planungen für den Neubau der Brücke über die Bahnhofstraße angesehen. "Die Ankündigung der Stadt, die Brücke für ihren Neubau circa 3 Jahre zu sperren, wäre angesichts des spürbaren Rückgangs der Passanten-Frequenz in der City für viele Geschäfte nicht zu verkraften", fürchtet Buchhändler Antonius Linnemann. "Mit Ausnahme weniger Monate solle zumindest die Fahrbahn in Richtung Innenstadt offen bleiben", fordert Peter Maul und regt an, dass die Stadt hierzu eine Kostenschätzung erstellen möge. Der stellvertretende Bürgermeister Dieter Honervogt versprach, zu diesem Thema einen Termin mit der Stadtverwaltung einstielen zu wollen. Zentrales Thema auf der Versammlung waren auch die Königsplätze. Bei der Vermietung wesentlicher Immobilien gebe es "hoffnungsvolle Ansätze, aber noch keine endgültigen Erfolgsmeldungen".

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