In der nächsten Ratssitzung wird das Thema Datenverkauf behandelt. - © Pixabay (Symbolbild)
In der nächsten Ratssitzung wird das Thema Datenverkauf behandelt. | © Pixabay (Symbolbild)

Paderborn Datenhandel: Linke fragen Stadt Paderborn nach Datenverkauf

Wichtig dabei sei auch die Frage, ob bereits ein Verkauf von Daten stattgefunden habe

Paderborn. Die Frage nach dem Umgang mit Daten ist – nicht zuletzt durch den Datenskandal bei Facebook – aktueller denn je. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, hat unlängst Daten als „das Öl des 21. Jahrhunderts" bezeichnet. Er findet es legitim, dass sich Städte und Gemeinden diese „Goldgräberstimmung" zur Aufbesserung der Kasse zunutze machen und erhobene Daten an Interessenten verkaufen. Vor diesem Hintergrund stellt die Linksfraktion / offene Liste in der nächsten Ratssitzung am 14. Juni eine Anfrage zum Thema Datenverkauf. „Wir möchten wissen, wie die Stadt mit diesem Vorschlag von Landsberg umgeht", sagt Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion. Wichtig dabei sei auch die Frage, ob bereits ein Verkauf von Daten stattgefunden habe. Falls das der Fall sei, dann solle die Stadt angeben, um welche Daten es sich handelt und an wen sie zu welchem Preis verkauft wurden. „Paderborn hat sich das Thema Digitalisierung auf die Fahnen geschrieben; gerade dabei muss der sensible Umgang mit Daten gewährleistet sein", meint Borgmeier, der die Stadt hier in einer ganz besonderen Verantwortung sieht.

realisiert durch evolver group