Ortstermin: Unter der Leitung von Barbara Leiße von "pro grün" (2. v. r.) und Jürgen Probst vom A.V.E. Eigenbetrieb (5. v. l.) lassen sich die Teilnehmer von der hohen Qualität der Grüngutkompostierung auf der "Alten Schanze" überzeugen. - © Pro Grün
Ortstermin: Unter der Leitung von Barbara Leiße von "pro grün" (2. v. r.) und Jürgen Probst vom A.V.E. Eigenbetrieb (5. v. l.) lassen sich die Teilnehmer von der hohen Qualität der Grüngutkompostierung auf der "Alten Schanze" überzeugen. | © Pro Grün

Paderborn Pader Kompost frei von Plastikrückständen

Alte Schanze: Pro Grün überzeugt sich von der hohen Qualität der Grüngutkompostierung. Wo berechtigt Alarm geschlagen wird

Paderborn. Die Meldung "Mikroplastik im Bioabfall" verunsicherte die Mitglieder von "Pro Grün" in Paderborn. Aus diesem Grund lud Maria Schmengler als fachkundige Kompostierungsexpertin die heimischen Umweltschützer und interessierte Bürger zu einem Vortrag mit Besichtigung der Grüngutkompostierung ins Entsorgungszentrum "Alte Schanze" nach Paderborn-Elsen ein. "Mikroplastik wird vor allem von der Kosmetikindustrie in Zahnpasten und Körperpflegemitteln eingesetzt. Hier wird berechtigt Alarm geschlagen", so Schmengler. "Die Fische in den Weltmeeren nehmen Plastikabfälle als vermeintliche Nahrung im Körper auf und gelangen über den Fischfang wieder zurück in die Nahrungskette des Menschen." Was aber könnte vom heimischen "PaderKompost" an Verunreinigungen in den eigenen Garten gelangen? "Plastikmüll begegnet uns überall, dennoch haben wir das Glück, dass die Paderborner umweltbewusst ihren Grünschnitt sehr genau von anderen Abfällen trennen, so dass nur wenige Fremdstoffe im angelieferten Grüngut enthalten sind", macht Schmengler deutlich. Sichtbare Fehlwürfe wie Plastiktüten und Plastikteile, die den Kompost verunreinigen könnten, würden meistens schon bei der Anlieferung des Grünabfalls von den Mitarbeitern heraussortiert. »Unser Kompost ist von so hoher Qualität, dass er sogar für den Einsatz im Bio- und Naturlandbau zertifiziert ist« A.V.E.-Mitarbeiter Jürgen Probst ergänzt: "Die zu uns angelieferten Grünabfälle wie Baum- und Strauchschnitt sind qualitativ so gut, dass sie für den Rotteprozess lediglich vorzerkleinert werden müssen. Auch während des sechsmonatigen Kompostierungsprozesses bleibt das Grüngut naturbelassen und wird monatlich einzig und allein durch Umsetzung durchmischt." Laut Probst wird nach der Rotte der Grüngutkompost durch den Absiebvorgang von weiteren Fremdstoffen befreit und somit rein zum Verkauf angeboten. Größere Probleme mit Verunreinigungen haben Bioabfall-Kompostierungsanlagen, weil Biotonnen einen viel höheren Fremdstoffanteil aufweisen. Im Elsener Entsorgungszentrum wird ausschließlich Grüngut professionell kompostiert. Die Paderborner Bioabfälle werden hingegen im Kompostwerk der Firma Kompotec in Nieheim verarbeitet. Die Tatsache, dass "PaderKompost" ausschließlich aus Grüngut produziert wird, war den Teilnehmern nicht bekannt. "Deshalb ist unser Kompost auch von so hoher Qualität, dass er sogar für den Einsatz im Bio- und Naturlandbau zertifiziert ist", erklärte Schmengler. Barbara Leiße von "Pro Grün" ist jedenfalls erleichtert, dass "dem schwarzen Gold des Biogartens" aus heimischen Sträuchern kein Makel anhaftet. "PaderKompost" aus den Gärten für die Gärten im Kreis Paderborn sorge zum einen für eine qualitativ hochwertige Bodenbelebung und schließe auf regionaler Ebene zum anderen den Kreislauf mit natürlichem Dünger. Alle Teilnehmer waren sich darin einig, dass alle Anstrengungen unternommen werden müssen, das achtlose Wegwerfen von Mikro- oder Makroplastik in Natur und Umwelt zu vermeiden, wie sie in ihrer Pressemitteilung betonen.

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