Nach der Bombenentschärfung: Die Kampfmittelbeseitiger (v. l.) Rainer Woitschek, Karl-Heinz-Clemens und Gerd Mathee mit Ordnungsamtsleiter Udo Olschewski (2. v. l.). - © Ralph Meyer
Nach der Bombenentschärfung: Die Kampfmittelbeseitiger (v. l.) Rainer Woitschek, Karl-Heinz-Clemens und Gerd Mathee mit Ordnungsamtsleiter Udo Olschewski (2. v. l.). | © Ralph Meyer

Paderborn Paderborner Bombenentschärfung: Kostenübernahme immer noch nicht klar

„FÜR-Paderborn-Fraktion“ will bei der Kostenfrage nicht locker lassen und die bisherige Antwort des Bürgermeisters nicht akzeptieren

Peter Hasenbein

Paderborn. Die Kosten für die Bombenentschärfung könnte sogar noch zu einer Sondersitzung des Paderborner Stadtrates führen. Das jedenfalls kündigt Stephan Hoppe, Vorsitzender der „FÜR-Paderborn-Fraktion" in einer Pressemitteilung an. Seine Fraktion hatte beim Bürgermeister nach der Kostenübernahme und den rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Bombenentschärfung nachgefragt. In der interfraktionellen Runde am vergangenen Montag habe dann allerdings Bürgermeister Dreier mit dem Hinweis reagiert, dass „auf absehbare Zeit" keine Antwort möglich sei. Weil noch nicht alle Rechnungen vorliegen und die betroffenen Abteilungen in der Verwaltung zurzeit überlastet seien. FÜR-Fraktion will zügige Beantwortung der Fragen Doch mit dieser Antwort mag sich die FÜR-Fraktion nicht abfinden. Sie drängt weiter auf eine zügige Beantwortung der wichtigsten Fragen. „Insbesondere da wir es als ein Gebot der Fairness erachten, gegenüber allen Beteiligten möglichst bald für Klarheit zu sorgen, wer die Kosten zu welchem Anteil tragen muss", meint Stephan Hoppe und verweist auf einen Kostenerlass vom Land: Der sehe nämlich durchaus eine Kostenbeteiligung des Grundstückeigentümers vor und begrenze obendrein den Ermessensspielraum für die Ordnungsbehörden vor Ort für die Aufteilung der Kosten. Im Zusammenhang mit der Entschärfung der Bombe am 8. April hatte Bürgermeister Michael Dreier allerdings mehrfach betont, dass er sich dafür einsetzen werde, dass der betroffenen Familie keine Kosten entstehen. Die Entschärfung der Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hatte zur größten Evakuierungsaktion in der Paderborner Nachkriegsgeschichte geführt.

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