Wir als nächstes fertig: Lea Giesen (Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing) und Bauleiter Thomas Sonntag (Amt für Brücken und Straßenbau) erklären die Arbeiten am Aufgang von der Marienstraße zum Kleinen Königsplatz. - © Hans-Hermann Igges
Wir als nächstes fertig: Lea Giesen (Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing) und Bauleiter Thomas Sonntag (Amt für Brücken und Straßenbau) erklären die Arbeiten am Aufgang von der Marienstraße zum Kleinen Königsplatz. | © Hans-Hermann Igges

Paderborn Fertigstellung der Königsplätze in Paderborn rückt näher

Seit Februar 2016 leben Bewohner und Besucher der Innenstadt mit einer Großbaustelle. Für die Fertigstellung war zunächst dieses Frühjahr angepeilt

Hans-Hermann Igges

Paderborn. Zum Glück hat es mal wieder geregnet. Das feuchte Nass bindet den Staub. Denn davon gab es zuletzt reichlich unter der fast schon sengenden Sonne im Wonnemonat. Paderborns Innenstadt ist nämlich in ihrem Herzen, rund um die Königsplätze, seit mehr als zwei Jahren eine Großbaustelle. Doch nicht mehr allzu lange. Darüber ist nicht nur Lea Giesen, seitens der Stadt für die Kommunikation rund um die Baustellen zuständig, froh: „Der zuletzt im März aktualisierte Zeitplan wird nun eingehalten. Ende Juni ist zumindest der Kleine Königsplatz vorzeigbar." Dort können auch jetzt schon Liebhaber von Pizza und Pasta in der Abendsonne tafeln. Ihr Blick fällt allerdings noch auf rot-weiß gemustertes Spalier. Ein Bauzaun säumt das sogenannte Hochbeetsitzelement, das die Mitte des Kleinen Königsplatzes markiert. Dort konnte man zwar auch früher schon irgendwie sitzen – aber längst nicht so schön. Und schon gar nicht unter drei exotischen Laubbäumen, die dort gepflanzt wurden. So exotisch, dass zumindest Lea Giesen und auch Bauleiter Thomas Sonntag den Namen der Sorte beim Rundgang gerade nicht parat haben. Dass das „Hochbeetsitzelement" noch nicht fertig ist, liegt am Metallbauer. Dem sind offenbar Termine ins Rutschen gekommen. „Aber jetzt wird mit Hochdruck an den passgenauen Lochblechen aus Messing für das Element gearbeitet", sagt Lea Giesen. So wie auch an den Geländern für den sogenannten Königsbalkon. Dass die noch nicht angebracht sind, hatte nämlich zur Folge, dass im Bereich des Großen Königsplatzes noch nicht alles gepflastert werden konnte. Bauleiter Thomas Sonntag: „Bis Ende Juni ist aber auch das Geländer zwischen dem Textilhaus Klingenthal und dem neuen zentralen Erschließungselement fertig, das sich jetzt noch im Innenausbau befindet." Es soll so ausfallen wie schon die Geländer der neuen Brücken über die Königstraße: Mit einer breiten Holzverkleidung, auf die man sich bequem lehnen kann. Nach dem Motto der Beschaulichen: Einfach nur Stehen und Sehen. Zwischen Klingenthal und Kaufhof fehlt noch eine Brücke Für diese Woche steht denn auch nicht nur der Fortgang der Arbeiten am Aufgang von der Marienstraße zum Kleinen Königsplatz an, wo eine Dachdeckerfirma die abschüssige Fläche mit einem Spezialmittel abdichtet, bevor dort Verbundpflaster gelegt wird. Thomas Sonntag: „Für Mittwoch ist geplant, dass wir die letzte noch fehlende Brücke im Bereich zwischen Klingenthal und dem Kaufhof über die Königstraße legen." Zur Abwechslung kommt dort sogar ein doppelläufiges Modell aus Granit zum Einsatz, also eine Brücke mit einem Trennelement in der Mitte. Der Bereich zwischen dem Textilhaus und der Galeria Kaufhof sowie dem leer stehenden ehemaligen Kaufhaus Dany ist insgesamt der letzte, der fertig wird. Dort bleibt die neu geschaffene Sichtachse in die Königstraße frei. Die frühere Rampe auf die Königsplätze wird durch eine schmalere Treppe an der Klingenthal-Fassade entlang ersetzt. Die Ziellinie für die Fertigstellung liegt im September. Bauleiter Sonntag: „Zunächst muss dort aber noch auf mehr als 20 Metern ein Kanal neu verlegt werden. Und auch andere Versorgungsleitungen müssen tiefer in die Erde." Dann soll das Herz der Paderborner Innenstadt endlich wieder an zu pulsieren fangen können – ein halbes Jahr später als ursprünglich geplant. Immerhin eine positive Nachricht kann Lea Giesen der Verzögerung aber doch abgewinnen: „Bis Libori ist auf jeden Fall oben auf den Königsplätzen alles hergerichtet."

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