Die Quote für den sozialen Wohnungsbau soll flexibel ausfallen. - © Symbolbild Pixabay
Die Quote für den sozialen Wohnungsbau soll flexibel ausfallen. | © Symbolbild Pixabay

Paderborn Kriterien für sozialen Wohnungsbau in Paderborn vorgestellt

Die Quote soll flexibel ausfallen

Hans-Hermann Igges

Paderborn. Die neue Wohnungsbaupolitik in der Stadt Paderborn nimmt Gestalt an: Knapp sechs Wochen nach dem Beschluss der neuen Mehrheit, wonach künftig auch in neuen Wohngebieten auf privaten Flächen 30 Prozent für sozialen Wohnungsbau festzuschreiben sind, legt die Verwaltung Leitlinien dafür vor. Darüber wird der Planungsausschuss am 24. April entscheiden. Sie sollen jedoch erst bei der Neuaufstellung von Plänen gelten; laufende Verfahren bleiben unberührt. Künftige Investoren sollen damit möglichst früh wissen, woran sie in Paderborn sind. Konkret soll sich die Quotierung auf die Wohnfläche beziehen – nicht auf die Grundstücksfläche oder andere Bezugsgrößen. Grundsätzlich sollen die Bestimmungen eine gewisse Flexibilität ermöglichen: Bei den gefragten Single-Wohnungen etwa soll der Anteil geförderter Wohnfläche auf 25 Prozent reduziert werden können, wenn die Anzahl der geförderten Wohnungen eines Projektes 40 Prozent übersteigt. Ziel bleibt die 30-Prozent-Quote Bei Projekten mit weniger als drei Wohnungen soll auf jeden Fall von einer Quotierung Abstand genommen werden, bei Vorhaben mit weniger als sechs Wohnungen in begründeten Einzelfällen. Bei Vorhaben mit Einfamilien-, Zweifamilien- und/oder Reihenhäusern soll im Einzellfall mit den Investoren verhandelt werden können; Ziel bleibe auch hier die 30-Prozent-Quote, ein Ausgleich bei anderen Projekten soll aber möglich sein, sofern dem „keine städtebaulichen oder sozialräumlichen Belange entgegenstehen". Gibt es im Umfeld bereits mehr als 30 Prozent Sozialwohnungen, kann auch abgewichen werden. Weitere Ausnahmen sollen möglich sein, wenn öffentliche Mittel für Sozialwohnungsbau fehlen sollten.

realisiert durch evolver group