Spazieren, stöbern, shoppen: Tausende Paderborner starten am Frankfurter Weg in den Sommer. Auf der Flaniermeile präsentieren sich an mehr als 60 Ständen viele Mitglieder der Interessensgemeinschaft Frankfurter Weg sowie Hilfs- und Rettungsorganisationen. - © Svenja Ludwig
Spazieren, stöbern, shoppen: Tausende Paderborner starten am Frankfurter Weg in den Sommer. Auf der Flaniermeile präsentieren sich an mehr als 60 Ständen viele Mitglieder der Interessensgemeinschaft Frankfurter Weg sowie Hilfs- und Rettungsorganisationen. | © Svenja Ludwig

Paderborn 25.000 Besucher flanieren über den Frankfurter Weg in Paderborn

Neben den anliegenden Händlern präsentierten sich auch Rettungs- und Hilfsdienste wie das Technische Hilfswerk

Svenja Ludwig

Paderborn. Fußgänger verirren sich an den Frankfurter Weg normalerweise nicht so häufig. Am Sonntag war die Wirtschaftsmeile jedoch rappelvoll. Rund 25.000 Paderborner starteten in die Freiluftsaison, bummelten durch die Geschäfte und stöberten an den rund 60 Ständen. "Sonst ist das eine stark befahrene Strecke", weiß auch Ludger Glaß, der Vorsitzende der Interessensgemeinschaft Frankfurter Weg. Und vielleicht wird zukünftig noch mehr Verkehr an der Gewerbestraße entlanggeführt. Zwei große Baustellen an den beiden Enden des Frankfurter Wegs stehen an: Der Brückenneubau an der Bahnhofsstraße sowie die Erneuerung der Überführung an der Borchener Straße. "Für uns bedeutet das, dass wir wegen der Menge der Fahrzeuge dann eventuell auch mit Staus werden leben müssen", so Glaß weiter: "Im Moment ist aber noch großes Abwarten, weil wir noch keine Informationen haben, wie die Umleitungen für die beiden Baustellen geplant sind." Das ist Zukunftsmusik. Brandaktuell hingegen die Frage nach der perfekten Pflanze für Garten oder Balkon. Denn mit Sonnenstrahlen und Frühlingstemperaturen nehmen Hobbygärtner wieder gerne den Sack Blumenerde zur Hand. Im Toom-Baumarkt beispielsweise hat Gartenfachverkäuferin Bozena Senska alles im Programm, was pflanzbar ist. Die Fachfrau rät allerdings dazu, zartere Blümchen etwas zu schonen: "Mit der Petunie würde ich noch die kalte Sophie am 15. Mai abwarten." Viele Unternehmen beteiligen sich am Festakt Besonders groß ist am Frankfurter Weg die Autohaus-Dichte. Die Händler präsentieren Karosserie an Karosserie ihre schönsten Modelle. Kein Wunder, dass sich der kleine Motorennarr Niklas (4) pudelwohl fühlt. "Er mag alle Autos - jung oder alt", berichtet Mutter Judith Kemmler. Gerade begutachtet die Familie einen Opel Rekord in schönstem Retro-Badezimmerfliesen-Grün. Im Inneren herrscht Plüsch vor, von Extras aber keine Spur. "Da ist nichts drin außer einem Lenkrad", bemerkt Kemmler, "nicht so wie bei uns im Auto." "Einmal drüber gehen über das Straßenfest gehört einfach dazu", findet Thomas Block-Kemmler aus Paderborn. Auch Domstädterin Carla Ross ist mit ihrer Familie jedes Jahr dabei. "Wir gehen die Straße einmal hoch und einmal runter", sagt sie. Halt gemacht wird, wo es den Kindern gefällt. Besucherin Angelika Michels aus Elsen ist mit einer Freundin unterwegs. "Wir genießen einfach: Bummeln gehen und unter Leuten sein." Aktiv am Festtag beteiligt hatten sich denn auch viele Unternehmen entlang der Festmeile - von Zweirad Schwede über Fitnessstudios, Einrichtungshäuser, Bäckereien, Tankstellen und weitere Baumärkte bis zu zahlreichen Imbissständen. Auch bei der 32. Auflage des Straßenfests stellten Hilfs- und Rettungsorganisationen ihre Arbeit vor. So hat zum Beispiel das Technische Hilfswerk (THW) Paderborn eine ziemlich große Pumpe - liebevoll "Hannibal" genannt - im Gepäck. 6.000 Liter schafft das Gerät in einer Minute. "Da ist die Badewanne leer", erklärt Maschinist Andreas Leininger. Das letzte Mal im Kreis im Einsatz war das Ungetüm übrigens beim Delbrücker Hochwasser 2010.

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