In die Jahre gekommen: Das Lippesee-Areal wird in Zukunft ein Facelifting erhalten. - © Dietmar Gröbing
In die Jahre gekommen: Das Lippesee-Areal wird in Zukunft ein Facelifting erhalten. | © Dietmar Gröbing

Paderborn Wie der Lippesee als Ausflugsziel attraktiver werden soll

Dem Freizeitgelände zwischen Schloß Neuhaus und Sande stehen gravierende Veränderungen ins Haus. Eine Planungswerkstatt formuliert konkrete Maßnahmen

Dietmar Gröbing

Paderborn-Sande. Das Maßnahmenpaket zur Lippesee-Umgestaltung wird konkreter. Dazu trägt auch die Planungswerkstatt bei, die am Samstag in unmittelbarer Nähe zum See stattfand. Fazit der vierstündigen Zusammenkunft: Dem Freizeitgelände im Paderborner Norden stehen auf Wunsch der Bevölkerung zum Teil gravierende Veränderungen bevor. Die Veränderungen beziehen sich auf die Bereiche "Infrastruktur" sowie die "Seezugänge und die Gestaltung des Nordufers". Fünf Gruppen mit je sieben bis zehn Teilnehmern machten sich Gedanken um die konkrete Neugestaltung dieser Areale. Die Gruppen wurden von städtischen Vertretern geleitet, die die Wünsche der Anwesenden schriftlich festhielten. Moderiert wurde die Bürgerwerkstatt in der Sander Mehrzweckhalle von Simone Neddermann vom Planungsbüro PlanKom. Die Expertin hieß rund 60 Interessierte willkommen. "Seitens der Teilnehmer besteht ein hohes Interesse, so dass in den Gruppen konstruktiv gearbeitet wird", zeigte sich Simone Neddermann von den "intensiven Diskussionen" äußerst angetan. Des weiteren lobte Neddermann das "konzentrierte Miteinander" sowie die "klare Rollenverteilung innerhalb der Gruppierungen". Für die Mitwirkenden im Bereich "Infrastruktur" stand vor allem der Alltagsnutzen der Anlage im Fokus. So forderte man verbesserte Schulwege und eine Verbindung zwischen den Ortsteilen Schloß Neuhaus und Sande ein. Darüber hinaus ist eine Verbindung zwischen dem Nesthauser See und dem Lippesee erwünscht. Die Fuß- und Radwege entlang der Staubrücke sollen verbreitert werden, wohingegen eine bessere Beleuchtung für mehr Sicherheit sorgen soll. Eine Erhöhung der Wegequalität steht ebenso zur Disposition wie mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Sitzmöglichkeiten für Passanten. Eine generelle Trennung der Wegstrecken für Räder, Fußgänger und Inliner steht ebenfalls auf der Wunschliste. Für die zahlreich vertretenen Autofahrer denkt man an ein digitales Parkleitsystem. Die Qualität des gastronomischen Angebots soll sich nach dem Willen der Arbeitsgruppe "Seezugänge und Gestaltung des Nordufers" deutlich erhöhen. Der Bau einer Freizeitwohnanlage ist für den Zusammenschluss ebenfalls denkbar. Zudem soll sich der Freizeitwert durch den Bau einer Konzertbühne erhöhen. Dazu gehört eine entsprechende Promenade mit Baumbewuchs und Grünflächen. Nachdem die Umzäunung aufgelockert wurde, will man dem Zugang zum See stärken. Dort sollen Liegeflächen, ein Wasserspielplatz und eine Badeinsel zur Nutzung bereit stehen. Uneinigkeit gibt es in punkto Sichtachsen. Während das Gremium für mehr Blickwinkel Richtung Lippesee votiert, ist dies den Anliegern ein Dorn im Auge. Ihr Argument: Eventuelle Achsen würden den Blick auf einzelne Immobilien freigeben, in denen zum Teil hohe Vermögenswerte gelagert sind. Hier gilt es ebenso eine Lösung zu finden, wie bei dem gesamten Projekt. Oder wie Claudia Warnecke es formulierte: "Wir müssen uns zusammenraufen und den bestmöglichen Kompromiss finden". Die Technische Beigeordnete der Stadt Paderborn wies darauf hin, dass das samstägliche Meeting den "Auftakt zur Maßnahmenentwicklung" markierte. Die herausgearbeiteten Punkte fließen in den Rahmenplan ein, der nach der Sommerpause öffentlich vorgestellt wird.

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