Schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer: Beim Public Viewing auf dem Franz-Stock-Platz vor vier Jahren war die Stimmung angesichts der Erfolge der deutschen Nationalmannschaft stets auf dem Siedepunkt. - © Marc Köppelmann
Schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer: Beim Public Viewing auf dem Franz-Stock-Platz vor vier Jahren war die Stimmung angesichts der Erfolge der deutschen Nationalmannschaft stets auf dem Siedepunkt. | © Marc Köppelmann

Paderborn Public Viewing in Paderborn wieder auf der Weltmeister-Leinwand

Bei der Fußball-WM im Sommer werden alle 64 Partien auf dem Franz-Stock-Platz gezeigt. Der Eintritt bleibt frei, nur bei Deutschland-Spielen könnte ein „Sicherheits-Euro“ fällig werden

Birger Berbüsse

Paderborn. Ob Mario Götze bei der Fußball-Weltmeisterschaft mit dabei ist, ist noch offen. Fest steht hingegen, dass die LED-Leinwand, auf der 2014 sein Final-Siegtor in Paderborn zu sehen war, auch im Sommer wieder aufgestellt wird. Ab dem 14. Juni werden beim Public Viewing auf dem Franz-Stock-Platz alle 64 Spiele der WM übertragen, sagte Veranstalter Heinrich Heitmann auf NW-Anfrage. Die 20 Quadratmeter große Weltmeister-Leinwand, über die 2016 allerdings auch das EM-Aus gegen Frankreich flimmerte, liefert selbst tagsüber bei voller Sonneneinstrahlung scharfe Bilder aus Russland. Und das ist gut so, schließlich sind insgesamt 26 Nachmittags-Spiele angesetzt (Anstoßzeiten bis 16 Uhr). Weil 26 der Partien jedoch erst abends um 20 beziehungsweise 21 Uhr angepfiffen werden, hat die Bundesregierung den Lärmschutz für die Zeit der WM wie bei den vorangegangenen Meisterschaften wieder gelockert. So sind Übertragungen auch nach 22 Uhr noch erlaubt. Dadurch ist sichergestellt, dass etwa das deutsche Vorrundenduell mit Schweden am 23. Juni ebenso gezeigt werden kann wie die beiden Halbfinals. Veranstalter Heitmann verspricht jedoch, aus Rücksicht auf die Anwohner, nach dem Abpfiff den Ton sofort runter zu drehen. Bis zu 3.000 Fans können auch beim mittlerweile 6. Rudelgucken auf dem Franz-Stock-Platz die deutsche Mannschaft und die anderen Nationalmannschaften anfeuern. Es erwartet sie das bewährte Konzept, kündigt Heitmann an. Zwar sei er noch mitten in den Planungen, es werde aber keine großen Veränderungen geben. Dazu gehören Getränke- und Würstchenbuden sowie bei Spielen ohne Massenandrang auch Tische und Bänke. Die aus Fan-Sicht wohl wichtigste Frage ist jedoch bereits geklärt: „Die Preise bleiben", hat sich Heitmann schon festgelegt. Bei der EM vor zwei Jahren kostete ein 0,3-Liter-Becher Bier 3,50 Euro. "Sicherheits-Euro" bei Deutschland-Spielen Der Eintritt ist auch in diesem Jahr wieder frei – möglicherweise mit einer nicht ganz unerheblichen Einschränkung. Weil die verschärften Sicherheitsbedingungen mehr Personal und mehr Absperrungen nötig machen und somit mehr Kosten verursachen, könnte bei den Deutschland-Spielen ein „Sicherheits-Euro" von den Fans verlangt werden. Die Entscheidung darüber soll in den kommenden Tagen fallen, so Heitmann. Derzeit laufen noch die Gespräche mit Stadt und Ordnungsamt. Einen Wunsch hat der Veranstalter noch. 2016 hatte ihm das schlechte Wetter die Public-Viewing-Bilanz ziemlich verhagelt. Deswegen hofft Heitmann: Auch wenn die WM in Russland stattfindet, sibirische Temperaturen sollte es im Sommer möglichst nicht geben. Und gerne darf am 15. Juli auf der Weltmeister-Leinwand wieder ein entscheidendes Tor für Deutschland geschossen werden. Egal, ob von Götze, Müller oder Reus.

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