Gelebte Partnerschaft: Fabrice Collin (Mitte) von der Feuerwehr Le Mans erhält von Ralf Schmitz (l.) und Hubertus Henning (r.) das Paderborner Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber. - © Ralph Meyer
Gelebte Partnerschaft: Fabrice Collin (Mitte) von der Feuerwehr Le Mans erhält von Ralf Schmitz (l.) und Hubertus Henning (r.) das Paderborner Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber. | © Ralph Meyer

Paderborn Raumnot in Paderborner Feuerwache trifft das Ehrenamt

Feuerwehr wartet händeringend auf den Bau der Rettungswache an der Breslauer Straße. Brandschutzbedarfsplan muss fortgeschrieben werden

Ralph Meyer

Paderborn. Die Feuerwache Süd, vor mittlerweile 20 Jahren ihrer Bestimmung übergeben, platzt aus allen Nähten. Als reine Feuerwache in einer Zeit geplant, in der es rund 100 hauptamtliche Kräfte in Paderborn gab, beherbergen die beiden Feuerwachen heute zwei Rettungswachen und mehr als 200 hauptamtliche Kräfte. Leidtragende des Platzproblems sind die Ehrenamtlichen, betonte Ralf Schmitz, Leiter der Feuerwehr Paderborn, bei der Jahreshauptversammlung in der Schützenhalle Marienloh. Es gibt in der Wache Süd an der Breslauer Straße keinen Aufenthaltsraum und kein Büro mehr für den Löschzug Stadtmitte mit rund 60 aktiven Feuerwehrleuten. Auch der Spielmannszug musste einen Lager- und Besprechungsraum gegen einen Gymnastikraum tauschen. Geprobt wird in einem Sportraum, und der sportliche Elan der Wachabteilungen hat bereits zu Schäden an Instrumenten geführt. Auch die Parkplatzsituation im Einsatzfall hat sich enorm verschärft, denn die Einsatzkräfte müssen ihre Fahrzeuge kreuz und quer auf dem Hof abstellen. Leiter Ralf Schmitz freut sich über die Rauchmelderpflicht Linderung soll der geplante Neubau einer Rettungswache auf dem Nachbargrundstück an der Breslauer Straße bringen. Das Raumprogramm ist bereits aufgestellt, aber es fehlt noch das Plazet der Krankenkassen, die einen großen Teil der Kosten tragen. "Wir wollen hoffen, dass es uns gemeinsam gelingt, das Bauvorhaben Rettungswache schnell voran zu bringen, damit auch das Ehrenamt wieder seinen festen Platz auf der Wache Süd haben kann", sagte Schmitz. Erfreut zeigte sich der Wehrführer über die Rauchmelderpflicht. Trotz einiger Fehlalarmierungen seien dadurch mehre Brände und Verrauchungen in einem sehr frühen Stadium entdeckt worden. Außerdem habe es erstmal seit Jahren keinen Brandtoten mehr gegeben. Viel Arbeit für die Feuerwehr bedeutet die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans aus dem Jahr 2012. Diesmal werden auch der Abzug der Britischen Streitkräfte und der damit möglichen Schließung der Wache Sennelager des Defence Fire und Rescue Services in die Betrachtungen einfließen. Für Schmitz steht deshalb fest, dass auch in der Zukunft ein starkes Haupt- und Ehrenamt in der Feuerwehr unerlässlich sein wird.

realisiert durch evolver group