Vor dem Eingang: (v. l.) Gudrun Zölzer, Elisabeth Jakosmeyer, Lucia Meyer, Ingrid Kröger, Mary Ellenbüger, Petra Scharfen (Gemeindereferentin), Katja Glahn, Klaus Hölting mit dem Plakat zur Ausstellung. Jeder Besucher wird durch eine Bibel schreiten. - © Lisa Richter
Vor dem Eingang: (v. l.) Gudrun Zölzer, Elisabeth Jakosmeyer, Lucia Meyer, Ingrid Kröger, Mary Ellenbüger, Petra Scharfen (Gemeindereferentin), Katja Glahn, Klaus Hölting mit dem Plakat zur Ausstellung. Jeder Besucher wird durch eine Bibel schreiten. | © Lisa Richter

Paderborn In der begehbaren Bibel sind auch Selfies mit Engelflügel möglich

Vom 12. bis 28. März wird die Ausstellung im Pfarrheim St. Joseph Mastbruch zu sehen sein. Anmeldungen zu Führungen noch möglich

Lisa Richter

Paderborn-Schloß Neuhaus. 1.500 Anmeldungen sind schon eingegangen - für eine Zeitreise auf den Spuren Gottes und Jesu. An zehn Stationen können Menschen jeder Religion und jeden Alters Schlüsselstellen der Bibel erfahren. 16 Personen wurden vom Kreis Ehrenamt geschult, um die Besucher durch die verschiedenen Räume zu begleiten. Besonders Kindergärten, Schulen aber auch Einzelpersonen nutzen diese Ausstellung. "Das kann auch schon mal unter die Haut gehen", sagt Gemeindereferentin Petra Scharfen, denn die Besucher sind nicht nur eingeladen, um Gott, sondern auch sich selbst näher zu kommen. Auch die letzten Stunden vor der Eröffnung werden noch zum Aufbau genutzt. Dabei wird alles gemeinsam von 80 Ehrenamtlichen montiert, denn viel handwerkliches Geschick ist gefragt. So entstehen ganze Blumenbeete, mit Steinen ausgelegte Wege und eine unterschiedliche Belichtung. Einer der Räume wird beispielsweise komplett mit Sand ausgelegt und in orangenes Licht gehüllt, um die Wüste darzustellen, in der sich der brennende Dornenbusch befindet. Außerdem kann an fast allen Stationen aktiv mitgemacht werden. So zum Beispiel an einer Station mit der Frage: "Wer war ein Engel für mich?". Hier können sich die Besucher Engelsflügel anlegen und ein Foto von sich machen, das sie mit nach Hause nehmen oder an der Wand der Station aufhängen können. Jede Gruppe, die einen Raum gestaltet, hat das Thema ganz bewusst passend für sich gewählt. So auch die Caritas Wohn- und Werkstätten, die die Heilung des Gelähmten darstellen, um zu zeigen, wie wichtig das Vertrauen zwischen behinderten Menschen und deren Betreuer ist. Zudem sind die Stationen zeitgemäß gestaltet und auch die Bibeltexte, die vorgetragen werden, wurden in die heutige Sprache übersetzt. Ein Beispiel für ein modern dargestelltes Thema ist der Kreuzweg, an dem ein Krankenbett steht, so wie wir es heute kennen. Während es zum Kreuzweg hin immer dunkler wird, befinden sich die Besucher zum Ende der Führung wieder in einem erhelltem Raum mit einem Brunnen, an dem sie sich fragen: "Was schöpfe ich aus meinen heutigen Erfahrungen? Welche neuen Kräfte konnte ich sammeln?". Die begehbare Bibel ist ein Projekt der Pfarrei Heiliger Martin, initiiert vom Arbeitskreis Ehrenamt, und wird vom Erzbistum Paderborn finanziell unterstützt, um die Materialkosten des Aufbaus zu decken. "Deshalb wird jeder Cent gespendet", versichert Klaus Hölting vom Arbeitskreis Ehrenamt. Das Geld geht an das Projekt "Ärzte ohne Grenzen" in Jemen. Besucher der begehbaren Bibel können ebenfalls eine Geld- oder Kuchen-Spende abgeben und sind außerdem eingeladen, die Cafeteria im Pfarrzentrum zu besuchen. Die Caritas Wohn- und Werkstätten Paderborn haben Kuchen für die Gäste gebacken und werden für die Bewirtung sorgen. Am Sonntag um 11 Uhr wird die begehbare Bibel mit einem Gottesdienst für alle Aktiven eröffnet. Außerdem werden die Räume der Ausstellung gesegnet. Die Termine für Führungen sind fast alle vergeben, vereinzelt besteht aber noch die Möglichkeit zur Anmeldung.

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