Ursprünglich wollten sich Mitglieder der AfD am kommenden Sonntag im Paderborner Dörenhof treffen. - © picture alliance / Christophe Gateau/dpa
Ursprünglich wollten sich Mitglieder der AfD am kommenden Sonntag im Paderborner Dörenhof treffen. | © picture alliance / Christophe Gateau/dpa

Paderborn Paderborner Wirt sagt AfD-Treffen ab

Der Inhaber des Paderborner Dörenhofs wurde mehrfach bedroht. Ob das Treffen dennoch stattfindet, ist unklar.

Viktoria Bartsch

Paderborn. Das umstrittene Deutschlandtreffen der Alternativen Mitte, einer Interessengemeinschaft, die aus der Alternative für Deutschland (AfD) hervorgegangen ist, findet nun doch nicht im Paderborner Dörenhof statt. Nachdem der konkrete Veranstaltungsort öffentlich bekannt wurde, erhielt Sven Lischka, Inhaber des Dörenhofs, mehrere Bedrohungen per E-Mail. "Mal anonym, mal mit Namen drunter", sagte er. Es sei ihm einfach zu "bunt" geworden und er habe die Veranstaltung seinerseits abgesagt. Ob und wo das Deutschlandtreffen, zu dem Beatrix von Storch und Albrecht Glaser erwartet werden, nun stattfindet, sagte der ehemalige AfD-Kreisvorsitzender und Organisator Günter Koch lediglich: "Kein Kommentar." Bereits im Vorfeld hatte das Paderborner Bündnis für Demokratie und Toleranz zur Gegendemonstration aufgerufen. "Wir warten die weiteren Entwicklungen ab", sagte Johannes Menze, Kreisgeschäftsführer der Grünen, auf Nachfrage von nw.de. Bis dahin bleibe es bei der bisherigen Planung: Von 9 bis 11 Uhr wird am Sonntag vor dem Friedhof "Auf den Dören" demonstriert. Mit dabei sein werden Martin Pantke (SPD), Sigrid Beer (B'90/Grüne), Rudolf Bücker (DGB) und Reinhard Menne (Paderbunt).

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