Ernennungsurkunde: Eva Sprenger ist ab sofort Oberstudiendirektorin. Damit begann offiziell ihre Dienstzeit als neue Schulleiterin am Gymnasium Schloß Neuhaus. Der leitende Regierungsschuldirektor Rolf-Victor Siedenhans und 150 Gäste gratulierten. - © Birger Berbüsse
Ernennungsurkunde: Eva Sprenger ist ab sofort Oberstudiendirektorin. Damit begann offiziell ihre Dienstzeit als neue Schulleiterin am Gymnasium Schloß Neuhaus. Der leitende Regierungsschuldirektor Rolf-Victor Siedenhans und 150 Gäste gratulierten. | © Birger Berbüsse

Paderborn Eva Sprenger ist neue Leiterin des Gymnasiums Schloß Neuhaus

Die 39-Jährige tritt die Nachfolge des verstorbenen Bernhard Gödde an. Sie setzte sich einstimmig gegen ihre Mitbewerber durch

Birger Berbüsse

Paderborn-Schloß Neuhaus. Mit Respekt und Dankbarkeit geht Eva Sprenger ihre neue Aufgabe als Schulleiterin des Gymnasiums Schloß Neuhaus an. Das sagte die 39-Jährige bei ihrer offiziellen Amtseinführung vor etwa 150 Kollegen, Schülern und Vertretern aus der Politik. Die Rüthenerin tritt die Nachfolge des im Sommer plötzlich verstorbenen Bernhard Gödde an. „Ich möchte den Schulalltag so gestalten, dass die Zeit am GSN für alle ein guter und lohnenswerter Teil ihres Lebens ist", nannte Eva Sprenger als eines ihrer wichtigsten Ziele. Sie beschrieb das Gymnasium mit seinen 1.400 Schülern und 125 Lehrern als ein „Haus des Lernens". Eva Sprenger kam 2006 gleich nach dem Referendariat an die Schule und wurde 2014 zur stellvertretenden Leiterin. Die Lehrerin für die Fächer Deutsch und Mathematik ist verheiratet und in ihrer Freizeit „begeisterte Bergwanderin". Nach dem Tod Bernhard Göddes im August 2017 hatte sie die Leitung bereits kommissarisch übernommen. Einstimmig ins Amt gewählt Sie war eine von mehreren Bewerbern auf die Stelle, setzte sich jedoch sowohl in der Schulkonferenz als auch im Schulausschuss einstimmig durch, wie Schuldezernent Wolfgang Walter der Neuen Westfälischen bestätigte. „Sie haben eine beeindruckende Vorstellung gegeben", sagte Walter in seiner Rede und nannte Eva Sprenger eine geeignete Nachfolgerin Göddes. Das Gymnasium Schloß Neuhaus sei eine der wichtigsten Schulen der Stadt und immer ein „Leitgymnasium" in Paderborn gewesen. „Wir gehen davon aus, dass das auch so bleibt", so Walter. Ihre Ernennungsurkunde zur Oberstudiendirektorin erhielt Eva Sprenger aus den Händen des leitenden Regierungsschuldirektors der Bezirksregierung Detmold, Rolf-Victor Siedenhans. „Das ist eine Aufgabe, die in der Tat sehr anspruchsvoll ist und viele Herausforderungen bereit hält." Natürlich sei mit einem Wechsel in der Leitung stets auch ein programmatischer Wechsel verbunden. Aber Eva Sprenger kenne „den Laden aus dem Effeff" und bringe außerdem die fachlichen und kommunikativen Fähigkeiten mit, sagte Siedenhans. Neue Akzente setzen Er erwarte eine „evolutionäre Weiterentwicklung, aber auch neue Akzente" und sei sicher, dass die Leiterin die Herausforderungen meistern werde. Dazu gehöre auch das Thema G9. An dieser Stelle berichtete Siedenhans, dass die Tendenz in NRW dahin gehe, dass von 630 öffentlichen Gymnasien weniger als zehn G8-Gymnasien bleiben würden. Sichtlich erfreut reagierte das Kollegium auf die alte Bekannte auf dem für sie nicht ganz so neuen Posten. „Dass du die richtige bist, haben die vergangenen Monate bereits bewiesen", sagten die Kollegen in ihrer Rede. Auch die Elternvertretung begrüßte die Entscheidung. „Aufgeregt" sei sie, gab die neue Leiterin in ihrer Ansprache zu, aber auch dankbar dafür, diese Schule leiten zu dürfen. Einen Wunsch hat die 39-Jährige aber dann doch noch. Seit der Übernahme der kommissarischen Leitung hat sie nicht mehr unterrichtet. Das will sie aber bald wieder tun. „Das juckt mich in den Fingern, dafür bin ich zu sehr Lehrerin", sagte Eva Sprenger. Alle Redner erinnerten noch einmal an den verstorbenen Leiter Bernhard Gödde, der das GSN mehr als 23 Jahre lang geprägt hatte. Von einem „eindrucksvollen Lebenswerk" sprach Rolf-Victor Siedenhans, Wolfgang Walter erinnerte sich mit einem Schmunzeln an das gelegentliche „Kreuzen der Degen", und Eva Sprenger sagte, dass Gödde sie „begleitet, gefördert, eingearbeitet und an seiner Vision von Schule" habe teilhaben lassen.

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