Symbolbild. - © picture alliance / dpa
Symbolbild. | © picture alliance / dpa

Kreis Paderborn Arbeitslosigkeit im Kreis Paderborn sinkt weiter

Jahresbilanz 2017 und Ausblick 2018: Mehr ältere Arbeitnehmer ohne Job. Anstieg bei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten verzeichnet

Kreis Paderborn. Im Jahresdurchschnitt 2017 waren 9.395 Frauen und Männer im Kreis Paderborn und damit 116 Personen (1,2 Prozent) weniger arbeitslos als im Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte von 5,7 Prozent auf 5,6 Prozent. Die Arbeitslosigkeit bei der Agentur (SGB III) stieg von 3.013 um 6,1 Prozent auf 3.196 und sank im Jobcenter (SGB II) von 6.498 um 4,6 Prozent auf 6.199 Personen. Des Weiteren verzeichnete der Kreis Paderborn einen Anstieg bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten von 114.507 Personen im Juni 2016 um 1.775 Menschen auf 116.282 Personen im Juni 2017. "Die Arbeitslosigkeit im Kreis Paderborn sinkt auch 2017 zum dritten Jahr in Folge. Allerdings schwächt die positive Entwicklung sich ab: Im Vorjahr wurde noch ein Rückgang um 403 Personen verzeichnet, nun sind es noch 116. Der Hauptgrund ist hier unter anderem sicherlich in der Anzahl der geflüchteten Menschen zu sehen, die 2017 am Arbeitsmarkt angekommen sind. Aber auch bei den älteren Arbeitnehmern verzeichnen wir einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Es gilt also, diesen Personengruppen besondere Aufmerksamkeit zu schenken und uns um Integration zu bemühen", so Rüdiger Matisz, Leiter der Paderborner Arbeitsagentur, zur Situation am Arbeitsmarkt. "Das Jobcenter und die Agentur konnten 2017 bereits 554 Integrationen von Flüchtlingen in Arbeit verzeichnen, ein guter Anfang. Gemeinsam mit dem Jobcenter werden wir versuchen, dieses Ergebnis weiter auszubauen. Trotzdem muss man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen: Die Integration von geflüchteten Menschen, gesamtgesellschaftlich aber vor allem in Arbeit, ist eine langfristige Aufgabe, die nicht innerhalb von zwei oder drei Jahren bewältigt werden kann", fügt er hinzu. "Neben der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit ist es natürlich ebenso wichtig, Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern" Die Arbeitslosigkeit der über 55-Jährigen hat im Jahresdurchschnitt im Vergleich zum Vorjahr um 120 Personen von 2.075 auf 2.195 Personen zugenommen. Die altersspezifische Arbeitslosenquote stieg im Jahresdurchschnitt von 6,8 Prozent in 2016 auf 6,9 Prozent in 2017. Dies sei besonders bedauerlich, da es ältere Arbeitslose besonders schwer haben wieder in Beschäftigung zu kommen. Auch bei den Langzeitarbeitslosen ist ein Rückgang zu verzeichnen: 2017 gab es im Jahresdurchschnitt mit einem Rückgang von 3.573 Personen auf 3.386 Personen 187 weniger Langzeitarbeitslose als 2016. Hier weiter anzusetzen sei eine Schwerpunktaufgabe im neuen Jahr für Agentur und Jobcenter. "Der Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit ist besonders erfreulich. Je länger eine Person in der Arbeitslosigkeit verweilt, desto schwerer wird es, diese Person wieder in Arbeit zu vermitteln. Das macht die Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit so schwierig, und den Rückgang deshalb zu einem besonderen Erfolg", erläutert Matisz und fügt hinzu: "Neben der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit ist es natürlich ebenso wichtig, Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern. Auch dies haben wir uns auch für 2018 wieder als zentrales Ziel gesetzt."

realisiert durch evolver group