Nachnutzung wird vorbereitet: Auf dem Gelände an Heisenbergstraße und Marienloher Straße befindet sich derzeit noch ein Hornbach-Baumarkt. Dessen Umzug ist jedoch schon beschlossene Sache.  - © Hans-Hermann Igges
Nachnutzung wird vorbereitet: Auf dem Gelände an Heisenbergstraße und Marienloher Straße befindet sich derzeit noch ein Hornbach-Baumarkt. Dessen Umzug ist jedoch schon beschlossene Sache.  | © Hans-Hermann Igges

Paderborn Auf Hornbach-Umzug folgt Umbau

Für eine Nachnutzung des Geländes an der Marienloher Straße als Einzelhandelsstandort soll ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden

Hans-Hermann Igges

Paderborn-Schloß Neuhaus. Die Baumarktkette Hornbach plant eine Verlagerung ihres Paderborner Standortes von der Marienloher Straße in Schloß Neuhaus an die Stadionallee in der Nähe des Einrichtungshaus Finke. Frühestens 2019 könnte es so weit sein, hieß es zuletzt dazu. Für eine Nachnutzung als Einzelhandelsstandort sollen nun aber bereits die Weichen gestellt werden. Deshalb empfiehlt die Stadtverwaltung dem Bauausschuss des Stadtrates zu seiner nächsten Sitzung am 18. Januar, für das dortige Areal einen ganz neuen Bebauungsplan aufzustellen. Mit einer einfachen Bebauungsplanänderung wie vom Eigentümer des Geländes beantragt, sei es in diesem Fall nicht getan. Der Eigentümer, die Asshauer Unternehmensgruppe, hat laut Darstellung des Planungsamtes vor, dort einen neuen Baukörper entlang der westlichen und südlichen Grundstücksgrenze zu errichten, so dass davor eine zusammenhängende Parkfläche entsteht. Diese soll weiterhin von der Heisenbergstraße aus angefahren werden. Kein klassischer Baumarkt Einen weiteren klassischen Baumarkt haben die Eigentümer dabei nicht im Sinn: Sie halten die Baumarktbranche in Paderborn für konsolidiert, nachdem sich nach dem Rückzug der Ketten Praktiker und Bahr wieder diverse Baumärkte im Stadtgebiet angesiedelt haben. Eine Weile hatte deshalb Hornbach an der Marienloher Straße in Paderborn eine Art „Baumarkt-Monopol" innegehabt. Dennoch sollen sich die im Nachnutzungskonzept der Eigentümer aufgeführten Sortimente an den Bereichen Bau- und Heimwerkerbedarf, Pflanzen- und Gartenbedarf sowie zoologischer Bedarf orientieren. 11.000 Quadratmeter Verkaufsfläche Insgesamt soll die Verkaufsfläche bei 11.000 Quadratmetern liegen. Darunter sollen maximal zehn Prozent zentrenrelevante Randsortimente sein. Um diese planungsrechtlich zu verankern, müssen laut Stadtverwaltung aber ein oder mehrere Sondergebiete festgesetzt werden. Dabei wünschten sich die Eigentümer eine möglichst hohe Flexibilität, heißt es in der Vorlage. Laut Regionalplan befindet sich der Standort an der Heisenbergstraße im Allgemeinen Siedlungsbereich; im Flächennutzungsplan der Stadt Paderborn ist der Standort als Gewerbefläche mit Nutzungsbeschränkung ausgewiesen, so dass eine parallel durchzuführende Flächennutzungsplanänderung mit der Ausweisung einer Sonderbaufläche nötig würde, so die Stadtverwaltung. Aufgrund der vom Eigentümer beabsichtigten neuen Struktur und Sortimente sei eine Anpassung des Planungsrechtes nötig, da großflächige Einzelhandelsbetriebe nur in Kerngebieten oder in dafür ausgewiesenen Sondergebieten zulässig seien. Bei der Ansiedlung neuer Einzelhandelsgroßvorhaben seien darüber hinaus das Einzelhandels- und Zentrenkonzept sowie die Landesplanung zu berücksichtigen. Derzeit bestimmten insbesondere die Magnetbetriebe Hornbach und Kaufland sowie die gute Verkehrsanbindung den Sonderstandort Marienloher Straße aus.

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