Willkommen im Jubiläumsjahr: (v.l.) Projektkoordinator Daniel Born, Dompropst Monsignore Joachim Göbel und Dompastor Nils Petrat haben die Veranstaltungen zusammengestellt. - © Birger Berbüsse
Willkommen im Jubiläumsjahr: (v.l.) Projektkoordinator Daniel Born, Dompropst Monsignore Joachim Göbel und Dompastor Nils Petrat haben die Veranstaltungen zusammengestellt. | © Birger Berbüsse

Paderborn Doppeljubiläum für den Paderborner Dom

Der Dom feiert 2018 sein 950-jähriges Weihejubiläum, die Bartholomäuskapelle blickt bereits auf 1.000 Jahre zurück. Beide Geburtstage werden von zahlreichen Veranstaltungen begleitet

Birger Berbüsse

Paderborn. Das eine Jubiläum ist mehr historischer Natur, das andere eher ein geistliches Datum: Die kleine und nahezu unverändert erhaltene Bartholomäuskapelle neben dem Paderborner Dom feiert in diesem Jahr ihren 1.000. Geburtstag. 2018 jährt sich dann der Weihetag des Imad-Domes zum 950. Mal. Beide Jubiläen werden von einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm begleitet, das sich bis Januar 2019 erstrecken soll. Es seien zwei ganz unterschiedliche Jubiläen, „aber sie fallen schön hintereinander", sagte Dompropst Monsignore Joachim Göbel bei der Vorstellung des Programms. Die Bartholomäuskapelle, die zwischen Dom und Kaiserpfalz liegt, wurde unter Bischof Meinwerk um das Jahr 1017 errichtet. Das „Juwel im Schatten des Doms" ist laut Göbel das älteste Bauwerk in Paderborn, das noch wie zur Zeit seiner Fertigstellung aussieht und besonders architektonisch bedeutsam ist. Am 22. Juli 1068 weihte der Paderborner Bischof Imad einen neuen Paderborner Dom ein, nachdem dessen Vorgänger Jahrzehnte zuvor zerstört worden war. Der sogenannte Imad-Dom sei prägend für die heutige Kathedrale gewesen, so Göbel, weil er die Form und Elemente vorgegeben habe. „Deshalb betonen wir die Imad-Weihe". Das Leitwort lautet "behütet und bedacht" Aus Anlass der beiden dicht aufeinander folgenden Jubiläen hat das Paderborner Metropolitankapitel ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm erstellt. „Es ist eine Mischung aus Kultur, wissenschaftlicher Begleitung und spiritueller Prägung", sagt Dompastor Nils Petrat, dem besonders die inhaltliche Auseinandersetzung ein Anliegen ist. Das Programm unter dem Leitwort „behütet und bedacht" beginnt am Dienstag, 18. Juli, wenn die Installation „Fest-Klang-Krone" der Kölner Künstlerin Christa Henn in der Bartholomäuskapelle der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Sie besteht aus menschlichen Röntgenbildern, die zu 24 Röhren zusammengefügt sind. Diese Röhren sind in einem Kreis von fast zwei Metern Durchmesser angeordnet, der an eine Krone erinnert und mittig in der Bartholomäuskapelle schwebt. Geplant sind in diesem Jahr unter anderem Konzerte, Ausstellungen und am 14. Oktober ein „Festmahl für Arme" mit 130 Bedürftigen im Dom. Das kommende Jahr steht dann ganz im Zeichen des 950-jährigen Weihejubiläums. Von Juni bis August 2018 können in der „Erlebniswelt mittelalterliche Dombauhütte" alte Handwerkstechniken ausprobiert werden. Im September ist ein einwöchiges Festival mit geistlicher Musik geplant. Festgottesdienst zum 950. Jahrestag Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird aber sicherlich der Festgottesdienst am 22. Juli zum 950. Jahrestag der Domweihe. Hierzu werden alle deutschen Bischöfe eingeladen, die aus Paderborn stammen, sagte Göbel. Wie bereits berichtet, sollen an diesem Tag erstmals die beiden neuen Glocken im Domturm erklingen. Weitere Informationen zu den beiden Jubiläen, Bilder und Videos sowie eine Übersicht zu allen Terminen gibt es unter www.behuetetundbedacht.de

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