Busse können die Baustelle passieren: Die Fahrer haben einen Pieper, mit dem sie die Schranken am Fürstenweg öffnen können. - © Holger Kosbab
Busse können die Baustelle passieren: Die Fahrer haben einen Pieper, mit dem sie die Schranken am Fürstenweg öffnen können. | © Holger Kosbab

Paderborn Sperrung Kreuzung Fürstenweg/Löffelmannweg durch Baustelle

In dem von einem Wasserrohrbruch betroffenen Bereich werden sämtliche Versorgungsleitungen erneuert. Anwohner und Busse können die beschrankte Baustelle passieren

Holger Kosbab

Paderborn. Die Paderborner müssen sich auf ein längeres großräumiges Umfahren der Kreuzung Fürstenweg/Löffelmannweg einstellen. Seit zweieinhalb Wochen ist der Bereich bereits gespeert - nun kommt noch ein halbes Jahr drauf. So lang wird die aktuelle Baustelle bestehen. Verursacht worden war die Sperrung durch einen Wasserschaden. Jetzt werden bis zum Ferriweg sämtliche Versorgungsleitungen erneuert. Der Stadtentwässerungsbetrieb Paderborn (Steb), die Wasserwerke Paderborn und Westfalen-Weser-Netz entschieden, das Sanierungskonzept zu erweitern und später geplante Arbeiten vorzuziehen. Dieses Vorgehen wurde am Freitag präsentiert. Zunächst war eine lediglich vierwöchige Sperrung der Kreuzung Fürstenweg/Löffelmannweg vorgesehen, sagte Fritz Wüllner (Westfalen-Weser-Netz). Dann erkannte der Steb, dass in dem Bereich weiterer Erneuerungsbedarf von Leitungen bestehe. Hier war ursprünglich eine auf drei Jahre und fünf Abschnitte verteilte Sanierung vorgesehen, sagte Michael Bernemann, Technischer Leiter der Wasserwerke. Nach dem jüngsten Wasserschaden am 9. Februar musste schon die zunächst fürs Frühjahr geplante Sanierung vorgezogen werden. Das ausgelaufene Wasser hatte die Straße unterspült, wodurch eine Erneuerung der Fahrbahn notwendig wurde. Ebenso muss der Kanal ausgetauscht werden. Im Bereich Dubelohstraße/Fürstenweg hat es seit 2013 drei teils große Rohrbrüche gegeben. Bereits Ende 2015 änderten Westfalen-Weser-Netz und Wasserwerke den Sanierungsplan und zogen umfangreiche Erneuerungen vor. Der Bereich zwischen Schatenweg und Hatzfelder Straße folgt am März, der Abschnitt Heinz-Nixdorf-Ring bis Taubenweg Mitte 2016. Die Wasserversorgung stehe besonders im Fokus, sagte Bernemann. Hinzugekommen sei aber die Erneuerung der Leitungen für Gas, Strom, Ampeln und Telekommunikation in zeitlicher Abstimmung mit den Betreibern. Nach der Sanierung der über 50 Jahre alten Leitungen werde es hier keinen Wasserrohrbruch mehr geben, betonte Bernemann. Woanders sei das aber nicht auszuschließen. Zwei Millionen Euro kostet die Sanierung der 3,5 Kilometer langen Trinkwasserleitungen vom Rolandsweg bis zur Hatzfelder Straße in Schloß Neuhaus. Zudem muss im Kreuzungsbereich Fürstenweg/Löffelmannweg der Durchmesser eines zu kleinen Abwasserkanals von 30 auf 80 Zentimeter vergrößert werden. Kostenpunkt: 300.000 Euro. Diese Sanierung war ursprünglich zu einem späteren Zeitpunkt 2016 vorgesehen. Zwischenzeitlich muss ein Teil der Baustelle provisorisch zugeschüttet werden: Sie gehört zur Strecke, die die Teilnehmer des 70. Paderborner Osterlaufs am 26. März bewältigen. Die Läufer - vor allem die Inliner - benötigen eine glatte Oberfläche. Diese Begradigung kostet etwa 5.000 bis 10.000 Euro. Insgesamt schlägt der Straßenbau mit rund 100.000 Euro zu Buche, sagte Stefan Pott (Teamleiter Straßen- und Brückenbauamt). Ende August sollen die Arbeiten komplett beendet sein. Bis dahin bleibt der Bereich gesperrt. Nur die Fahrer von Bussen, Einsatzkräfte sowie die Anwohner haben einen Pieper, mit dem sie die Schranken öffnen und die Straße einspurig nutzen können.

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