Lichtenau Neues Domizil für Lichtenauer Feuerwehr

Lichtenauer Feuerwehrausschuss: Einsatzkräfte aus Atteln und Henglarn bekommen im Altenautal ein gemeinsames funktionales Gerätehaus. Baubeginn wohl noch dieses Jahr

Andreas Götte

Lichtenau. Auf dem Grundstück in der Finkestraße 84 am Ortsausgang von Atteln Richtung Henglarn wird sich noch in diesem Jahr etwas tun. Die beiden Löschgruppen aus Atteln und Henglarn bekommen ein neues Feuerwehrgerätehaus. Unter Beisein der Wehrführung und vieler Feuerwehrkameraden hat der Feuerwehrausschuss am Mittwochabend einer ersten Entwurfsplanung zugestimmt. Bündnis 90/Die Grünen enthielten sich der Stimme. Sie kündigten an, sich erst im Haupt- und Finanzausschuss zu entscheiden. Kernstück des neuen Gebäudes wird eine Fahrzeughalle mit acht Toren sein. In einer durch eine Mauer getrennten Waschhalle in einer geschlossen gefliesten Variante sollen auch städtische Fahrzeuge gewaschen werden können. Für die beiden Löschgruppen wird es in der Fahrzeughalle jeweils ein Lager geben. Auch an die Jugend-Feuerwehr und einen Technikbereich wird gedacht. Eingerichtet werden zudem eine Kleiderkammer und ein Lager für städtische Feuerwehrangelegenheiten. Auf dem Parkplatz sind 40 Stellflächen vorgesehen. Trockenraum für Jacken Nach dem Eingangsbereich und einem Flur liegt die große Umkleide für Herren mit jeweils 30 Spinden für die Einsatzkräfte aus Henglarn und Atteln. Auch eine Reihe Notfallhelferspinde ist vorgesehen. Der Damen-Umkleidetrakt sieht zehn Spinde vor. Gedacht ist auch an eine Schleuse für die Stiefelwäsche und an einen Trockenraum für Jacken. Für die Herren stehen vier Duschen, vier Waschplätze, ein separates WC und ein Handwaschbecken bereit. Für die weiblichen Einsatzkräfte gibt es eine Dusche, zwei Waschplätze und eine Toilette. Im nördlichen Bereich werden zwei Schulungsräume untergebracht. Geplant wird mit einem Büro mit Teeküche. Das Gebäude soll in Stahlfachwerkbinder-Bauweise errichtet werden. Die Halle bekommt ein zur Straße nach Süden geneigtes Pultdach. Auf Wunsch der Feuerwehr wird die Halle am oberen Rand mit einem Lichtband versehen. Der Sozialtrakt wird etwas niedriger als die Halle ausfallen und wahrscheinlich eine Blechmetalleindeckung bekommen. Weil das Gebäude etwas unterhalb des Straßenniveaus errichtet wird, setzt die Verwaltung bei der Fassade auf stabile und trittsichere kunststoffbasierende Trespa-Platten oder Klinker statt auf Putz. Rund 2,7 Millionen Euro Kosten Geheizt werden könnte das Gebäude laut Bürgermeister Josef Hartmann (SPD) mit Fernwärme. Das habe der Betreiber einer Biogasanlage signalisiert. Möglicherweise könnte auch das nahe Neubaugebiet in Atteln und die Grundschule einbezogen werden. "Ich denke, dass wir nicht soviel Wärme brauchen", so Hartmann. Eine erste Kostenschätzung geht von 2,7 Millionen Euro aus. Weil die genaue Fachplanung noch nicht vorliegt, können die Kosten laut der Verwaltung noch um 30 Prozent nach oben oder unten gehen. "Wir sind dann eher bei vier Millionen als bei 2,7 Millionen Euro", befürchtete Uwe Kirschner von der FDP. Der Fraktionschef erwartet genau wie sein Fraktionskollege Walter Kurte "konkret hinterlegte Zahlen". Während der bündnisgrüne Bernhard Keiter bei der Fassade die "günstigste Lösung" anmahnte, fragte Wolfgang Scholle (SPD) nach einer möglichen späteren Erweiterung des Gebäudes für die Einsatzkräfte aus Henglarn. Weil das Gebäude wegen der Überschwemmungszone komplett im Südwesten liegt, ist zumindest eine Erweiterung nach Osten laut Verwaltung nicht möglich. Angesichts weiterer sanierungsbedürftiger Gerätehäuser drang Josef Eich (CDU) auf die Aktualisierung des Feuerwehr-Bedarfsplans. Bürgermeister Hartmann verwies auf die zurzeit laufende Begutachtung der Feuerwehrgerätehäuser. Den größten Handlungsbedarf sieht er aktuell in Blankenrode, Grundsteinheim und Kleinenberg.

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