Tanzdarbietung: Die Gruppe Hot Breeze versetzte die Narren mit ihrem Tanz und mit ihren Outfits zurück in die 50er Jahre. - © Johannes Büttner
Tanzdarbietung: Die Gruppe Hot Breeze versetzte die Narren mit ihrem Tanz und mit ihren Outfits zurück in die 50er Jahre. | © Johannes Büttner

Lichtenau Tierisches Vergnügen beim Karneval in Atteln

Blau-Weiße-Nacht: Tanz, Sketche und Gesang begeistern das Publikum in der Altenauhalle. Mit dem Koalitionstheater hielt auch der Politzirkus Einzug

Johannes Büttner

Lichtenau-Atteln. Ganze 22 Minuten hat es am Samstagabend gedauert, da startete in der Altenau-Karnevalshochburg Atteln die erste Stimmungsrakete. Dieser Raketenstart war auch gleichzeitig der Startschuss für eine Blau-Weiße-Nacht-Feier wie sie das Attelner Narrenvolk besonders gerne hat: stimmungsvoll, mit viel Humor, Tanz, Sketchen, Gesang und einem begeisterten Publikum. Mehr als einhundert Bühnenakteure waren am Spektakel um und auf der Bühne in der Altenauhalle beteiligt. Manche als Tiere, Tanzgarde, Schlagerstars, Politclowns und einige sogar als wilde Hühner. Damit dieses alles in geordneten Bahnen verlief, hatte der SV Atteln 21 als Veranstalter mit Rüdiger Düchting und Konstantin Hohmann gleich zwei Moderatoren in die Manege geschickt. Passend zum Motto der 33. Blau-Weißen Nacht "Vorhang auf - Manege frei" hatten sie sich als Zirkusdirektoren fein gemacht und führten das Jeckenvolk gekonnt durch das Geschehen auf der im neuen Glanz erstrahlenden Bühnenmanege. Kein Problem hatten die Dompteure mit den Blau-Weißen Funken, die den Auftakt machten und bravourös ihr Können vorführten. Was dann folgte, war ein bunter Mix an gelungener Unterhaltung und jeder Menge Spaß. Da suchten etwa originelle Lebewesen wie der Löwe Hermann, immerhin der "König des Sauertals", ebenso ein neues Zuhause, wie die Altenaustute Kerstin und anderes Getier aus dem königlichen Hofstaat. In Anlehnung an die Fernsehsendung Dingsda, gaben mittels Videoaufzeichnungen Attelner und Henglarner Kinder den Hallenbesuchern Rätsel auf. Hot Breeze ließen die 50er Jahre wieder aufleben und mit dem Sketch der Theater AG "Koalitionstheater" hielt der Politzirkus Einzug in die Halle. Dass Musik auch ohne Instrumente gemacht werden kann, zeigte die Gruppe Muttis in akrobatischen Variationen ebenso wie die Temptations in ihrem Showtanz. Klasse auch, wie sich Susanne Pitsch und Anke Keuter als Mickie Krause und Jürgen Drews präsentierten, Robert Alteköster mit seiner Band Andreas Gabalier parodierte und Frederik Voss und Monika Kahmen als Roland Kaiser das Narrenvolk mit ihren Darbietungen mitrissen. Die Stoppelhopser, Attelns legendäres Männerballett, hatte sich das Autotuning zum Thema gemacht und bevor es in die Verlängerung des Feier-Abend ging, wurde nochmal gemeinsam kräftig gesungen und geschunkelt.

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