Stein des Anstoßes: Der Einbau verengt die auf vier Meter breite Wegführung des künftigen Geh- und Radweges. - © Marc Köppelmann
Stein des Anstoßes: Der Einbau verengt die auf vier Meter breite Wegführung des künftigen Geh- und Radweges. | © Marc Köppelmann

Hövelhof Rat entscheidet in den Ferien über Bebauungsplan Jägerstraße

Nach der Absetzung am Donnerstag beantragt die FDP neuen Termin

Ralph Meyer

Hövelhof. Nach der Gemeinde Borchen greift nun auch die Sennegemeinde zum Instrument der Sondersitzungen. Auf Antrag der FDP-Fraktion hat Bürgermeister Michael Berens die Ratsmitglieder trotz Sommerpause für Dienstag, 25. Juli, 19 Uhr, zu einer Sondersitzung in das Hövelhofer Rathaus eingeladen. Im Mittelpunkt der Sitzung steht der Bebauungsplan Jägerstraße, der bereits bereits seit mehr als zwei Jahren die politischen Gremien bewegt und der im Februar mit der Teilabholzung des ehemaligen Spielplatzes Jägerstraße für erhebliche Unruhe in der Gemeinde geführt hatte. Ziel der Planungen ist, das Spielplatzgelände als reine Wohngebiet auszuweisen und dadurch Platz zu schaffen für den Bau eines zweigeschossigen Wohnhauses. Von Ende Mai bis Anfang Juli lag der Entwurfs des Bebauungsplans offen, und Bürger und Behörden nutzten die Gelegenheit, bedenken und Anregungen vorzubringen. Die hatte die Verwaltung akribisch auf 19 Seiten in einer Sitzungsvorlage zusammengestellt und am Mittwoch vergangener Woche den Ratsmitgliedern per Post zugestellt. Online waren sie bereits am Dienstag, 11. Juli, zu lesen. Das war, wie bereits berichtet, Marcus Praschan, dem Fraktionschef der Grünen, deutlich zu knapp, und stellte den Antrag, die Entscheidung über die Abwägung der Einsprüche zu verschieben. Zustimmung gab es auch von der CDU-Riege, die sich noch unmittelbar vor der Sitzung zu dem Thema beraten hatte. Einzig CDU-Ratsfrau Nina Ewers hatte kein Verständnis für für die Vertagung und sprach gegen die Meinung von Fraktionschef Udo Neisens von einer unnötigen Verzögerungstaktik. Sie räumte zwar ein, dass die Vorlage recht knapp zugestellt worden seit, doch für sie sei Thema, das bereits zu einem handfesten Nachbarschaftsstreit ausgeartet ist, entscheidungsreif.

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