Schenker und Beschenkte mit Geländefahrzeug: (v. l.) Lorenz Moos, Petra Moos, Wolfgang Sievers, Andrea Darragiati, Erard Cureija, Thorsten Jungewelter und Dede Cujaj. - © Dietmar Gröbing
Schenker und Beschenkte mit Geländefahrzeug: (v. l.) Lorenz Moos, Petra Moos, Wolfgang Sievers, Andrea Darragiati, Erard Cureija, Thorsten Jungewelter und Dede Cujaj. | © Dietmar Gröbing

Hövelhof Kolping: Rollende Hilfe zur Selbsthilfe

Die Hövelhofer Kolpingfamilie schenkt ihrem Partnerverband in Albanien einen Geländewagen. Mit dem Fahrzeug soll ein touristisches Projekt angeschoben werden

Dietmar Gröbing

Hövelhof. Das Kolpingwerk ist ein national und international tätiger Sozialverband, der sich auf breiter Front der Unterstützung bedürftiger (Familien-)Organisationen verschrieben hat. Da die Vereinigung über die Landesgrenzen hinaus tätig ist, besteht intensiver Kontakt zu verbündeten Zusammenschlüssen im Ausland. Eine dieser ausländischen Niederlassungen befindet sich in Albanien. Zur Unterstützung dortiger Belange hat die Hövelhofer Kolpingfamilie jüngst einen Geländewagen in Richtung Balkan entsandt. Das Vehikel wurde auf direktem Wege an drei albanische Gäste übergeben. Auf Geheiß des Hövelhofer Kolpingkoordinatoren Lorenz Moos, statteten Dede Cujaj, Erard Cureija und Andrea Darragjati der Sennegemeinde einen dreitägigen Besuch ab. Am Donnerstag begab sich das Trio auf den Rückweg nach Albanien - ein Zweitagestrip, der passenderweise in einem Geländewagen absolviert wurde. Das Auto der Marke Nissan Terrano stammt aus dem Ostenländer Autohaus von Thorsten Jungewelter, der das gebrauchte Fahrzeug mit Begeisterung zur Verfügung stellte. In Albanien macht der Geländewagen seinem Namen alle Ehre und wird für touristische Tagesfahrten durch die albanischen Bergregionen eingesetzt. Was schlussendlich eine "Hilfe zur Selbsthilfe" darstellt, wie Lorenz Moos betont, geht es ihm wie den übrigen Vertretern des Kolpingwerks doch darum, "die Situation für die Menschen vor Ort zu verbessern". Wozu das gesponserte Tourismusprojekt offensiv beiträgt, generiert es doch Arbeitsplätze für zahlreiche Reiseführer und sorgt für Buchungen im Kolpinghotel Shkodra, das als Ausgangspunkt der Reisetouren fungieren soll. Für Albanien als begünstigten Standort hat man sich entschieden, weil laut Moos "direkter Kontakt zu einem Partnerverband hergestellt werden wollte, der nicht zu weit entfernt ist". Da zudem viele Geflüchtete aus der albanischen Region stammen, hat manch sich für den Balkanstaat entschieden. Kontakt zu den dortigen Behörden und zum Kolpingwerk haben Lorenz Moos und seine Frau Petra über einen Warsteiner Flüchtlingshelfer geknüpft. Die Geldmittel zur Anschaffung des Geländewagens hat die Kolpingfamilie Hövelhof durch verschiedene Aktionen generiert. Was nicht bedeutet, dass die Verantwortlichen ihre Arbeit ab sofort einstellen. Im Gegenteil, ist man doch auch im Jahr 2017 bemüht, weniger begünstigten Menschen unter die Arme zu greifen. So möchte das Kolpingwerk 50 bedürftige Familien mit einem monatlichen Lebensmittelpaket unterstützen. Der Gegenwert eines Pakets beträgt elf Euro. Für Hilfswillige besteht die Möglichkeit, den Betrag in Form eines Wertscheins zu spenden.

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