Im Hochregallager: Gesellschafter André Kraatz (li.) und Manfred Kraatz (re.), hier mit dem Mitarbeiter Yusuf Sarikaya, informieren über ihr Produktangebot. - © Regina Brucksch
Im Hochregallager: Gesellschafter André Kraatz (li.) und Manfred Kraatz (re.), hier mit dem Mitarbeiter Yusuf Sarikaya, informieren über ihr Produktangebot. | © Regina Brucksch

Hövelhof Argon bringt Licht ins Dunkel

LED und herkömmliche Leuchten: Das breite Produktportfolio deckt in Industrie und Büro alle Anwendungsbereiche ab

Hövelhof. "2015 war ein sehr gutes Jahr für uns, nachdem sich 2014 der Preisverfall durch die Umstellung auf LED noch negativ ausgewirkt hatte", resümierten die Gesellschafter André Kraatz und sein Vater Manfred Kraatz den wirtschaftlichen Erfolg von "argon lighting". "Lassen Sie sich von (ein-) leuchtenden Argumenten überzeugen", heißt auf dem Titelblatt des großen Kataloges. Ziel von "argon lighting" ist es, modernes und zeitloses Design mit technisch vollkommenen Leuchten zu verbinden. Das breite Produktportfolio deckt im Industrie- und Bürobereich alles ab. Zudem bietet das Unternehmen aus Hövelhof auch individuelle Lösungen an. Als große Projekte nannten die Männer Beleuchtungssysteme für 600 Büros und Flure im Landkreishaus Emsland in Meppen, für ein Entwicklungszentrum von Mercedes Benz in Sindelfingen, für ein Telekomgebäude, für die Universitäten Freiburg und Siegen sowie für Schulen und Edeka-Filialen. "Unsere Kunden gewinnen wir über Aufträge von zertifizierten Lichtplanern und über den Elektrofachgroßhandel. Als dritten Weg wollen wir in Zukunft Firmen und Kommunen durch Werbung auch direkt ansprechen", kündigte der 41-jährige Geschäftsführer André Kraatz an. Sein 65-jähriger Vater erläuterte: "Besonders im LED-Bereich gibt es viele Anbieter aus Fernost. Wir arbeiten zu 90 Prozent mit europäischen Zulieferern zusammen. Damit garantieren wir Qualität und die Einhaltung von vorgeschriebenen Normen. Das Material ist zu 80 Prozent Stahlblech und der Rest Aluminium. Gebürstetes Aluminium und kantige Formen liegen zurzeit im Trend." André Kraatz bezeichnete sich als technikverliebt. Er wolle sein Augenmerk noch mehr auf die Entwicklung von eigenen Produkten legen und einen Ausstellungsraum installieren. "In Hamburg, im Ruhrgebiet und in Stuttgart sind wir stark. Wir haben acht Handelsvertretungen. In Ostdeutschland plane ich mehr Präsenz", formulierte er seine zukünftigen Vorhaben. "Wir wollen zweistellig wachsen", äußerte Manfred Kraatz ein ehrgeiziges Ziel. Beide sahen einen großen Vorteil darin, dass sie sowohl LED- als auch herkömmliche Leuchten anbieten und somit objektive Wirtschaftlichkeitsberechnungen aufstellen könnten. Schließlich sei es unsinnig, wenn die Ersparnis durch die LED-Technik niedriger wäre als die Anschaffungskosten. Eindeutiger Vorteil der inzwischen ausgereiften LED-Leuchten seien die Steuerungsmöglichkeiten für blitzschnelles Ein- und Ausschalten. Den Aufbau der Firma hätten sie in einem fließenden Übergang gemeinsam vorangetrieben, sah der Sohn nicht die übliche Nachfolgeregelung. "Mein Vater kennt die Branche seit 40 Jahren. Ich kümmere mich besonders um die LED-Lichtmanagement-Systeme", verdeutlichte er die gute Zusammenarbeit. "Der Name argon kommt von der Bezeichnung des Edelgases in den früheren Leuchtstofflampen. Damit stehen wir auf alphabetisch angeordneten Listen immer oben", schmunzelte der Senior.

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