Alles muss raus: Die Jugendlichen der KjG und Messdiener Hövelhof haben die Inneneinrichtung der Muh-Bar genannten Pfarrscheune nach draußen geschafft. - © Kristofer Fillies
Alles muss raus: Die Jugendlichen der KjG und Messdiener Hövelhof haben die Inneneinrichtung der Muh-Bar genannten Pfarrscheune nach draußen geschafft. | © Kristofer Fillies

Hövelhof Hövelhofer Jugendgruppen müssen Pfarrscheune verlassen

Renovierung: Die Pfarrscheune wird von der Kommune zur Kulturscheune umgebaut. Deshalb packen die Katholische junge Gemeinde und die Messdiener erst einmal ihre Sachen

Kristoffer Fillies

Hövelhof. Die Sachen sind raus aus der Pfarrscheune direkt neben dem Jagdschloss. Da das Gebäude renoviert und in das neue Konzept des Schlossgartens integriert werden soll, ziehen die derzeitigen Nutzer - die Katholische junge Gemeinde (KjG) und die Messdiener Hövelhof - aus dem denkmalgeschützten Fachwerkgebäude vorübergehend aus. Am Wochenende packten neben den Jugendlichen und Gemeindereferent Berthold Filthaut auch einige St. Hubertus Schützen an, um unter anderem die Muh-Bar abzubauen und weg zu bringen. Leonie Steffens steht im blauen Shirt der KjG in dem Raum, der bisher der Treffpunkt der Jugendlichen war. Mit weiteren Mitgliedern der katholischen Jugendgruppe demontiert sie die Holzbar, auf der eine Kuh den Daumen hoch zeigt und unter der geschrieben steht "Anno 2000". "Ich bin schon seit zehn Jahren in der KjG und mache seitdem bei Treffen hier in der Muh-Bar mit", sagt die 18-Jährige, während sie die LED-Leuchten an der Bar demontiert. "Es ist schon traurig, hier jetzt raus zu müssen, es stecken viele Erinnerungen hier drin." Die KjG und die Messdiener nutzen die Pfarrscheune seit vielen Jahren für ihre Aktionen, wie zum Beispiel das jährliche Oktoberfest. Jetzt musste das Gebäude freigeräumt werden, weil die Gemeinde Hövelhof den Schlossgarten umgestalten möchte und dabei auch die Pfarrscheune renoviert wird. Es sei aber nicht das Ende des Jugendtreffpunkts, wie Berthold Filthaus, Gemeindereferent im Pastoralverbund Hövelhof erklärt. "Die Muh-Bar kommt nach den Baumaßnahmen in einen anderen Raum der Scheune", sagt er. "Es heißt dann auch nicht mehr Muh-Bar sondern Marsstall." Die Sachen, wie zum Beispiel Bierbänke und sogar ein Wäscheständer, wurden an verschiedene Orte gebracht, einiges auch ins Pfarrheim. Nach Plänen des Paderborner Architekturbüros AWS soll in dem jetzt leeren Gebäude eine Fachwerkwand im Erdgeschoss durchlässig gemacht werden. So würde ein Raum mit einer Grundfläche von etwa 90 Quadratmetern entstehen, der von bis zu 50 Menschen genutzt werden könnte. Auch eine Küche und Toiletten würden eingebaut. Wenn die Bauarbeiten beendet sind, könnten die KjG, Messdiener und andere Kirchengruppen das Gebäude wieder nutzen, sagt Filthaut. Die Gemeinde Hövelhof möchte das Gebäude als Kulturscheune einrichten. Filthaut: "Mit der neuen Kulturscheune sehe ich die Möglichkeit, dass auch gemeinsame Abende, zum Beispiel Lesungen, organisiert werden können."

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