Haben einen Plan: (v. l.) Günter Drilling (Planungsbüro Drilling und Schneider), Landrat Manfred Müller und Bürgermeister Michael Berens. - © Andreas Götte
Haben einen Plan: (v. l.) Günter Drilling (Planungsbüro Drilling und Schneider), Landrat Manfred Müller und Bürgermeister Michael Berens. | © Andreas Götte

Hövelhof Anwohner in Sorge über Ausbau der Hövelhofer Sennestraße

Der geplante Buswendeplatz ist für Autos tabu

Andreas Götte

Hövelhof. In drei Bauabschnitten wollen der Kreis Paderborn und die Gemeinde Hövelhof auf einer Länge von rund 500 Metern die Sennestraße zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse umgestalten und am Schulzentrum einen Buswendeplatz bauen. Dort steigen täglich rund 200 Schülerinnen und Schüler ein und aus. Der in einer Bürgerinformation in der neu gestalteten Aula der Krollbachschule vorgestellte Vorentwurf zum zweiten Bauabschnitt vom Bahnübergang bis zum Schulzentrum erntete bei den rund 50 Anliegern und Interessierten so manche Kritik. Unter anderem wurde der Wegfall von Parkplätzen bemängelt und durch den Straßenausbau eine Zunahme der Raserei befürchtet. Von einer Formel-1-Rennstrecke war die Rede. "Die Sennestraße ist eine der Hauptachsen. Durch die Maßnahmen wird unser Eingangsbild von Osten kommend verbessert", warb Bürgermeister Michael Berens für die Baumaßnahme. Zukünftig geht es für Radfahrer runter vom Gehweg und rauf auf die Sennestraße. Dafür wird ihnen ein 1,50 Meter breiter Schutzstreifen eingeräumt. Vor allem am Bahnübergang ist es im Abbiegeverkehr zu Unfällen mit Radfahrern gekommen. Doppelt so viele Straßenlampen Die Fahrbahn soll eine Breite von 4,50 Meter haben, der Gehweg ist dann zwischen 2,50 und drei Meter breit und bekommt doppelt so viele Straßenlampen wie heute. Die vorgeschriebene Geschwindigkeit soll bei Tempo 50 bleiben. In Höhe des Schulzentrums wird die Einrichtung von Tempo 30 geprüft. Laut dem Kreis Paderborn soll das Ganze für die Anlieger kostenneutral gestaltet werden. Eng soll es im Begegnungsverkehr nicht werden. Lastkraftwagen können auf den Schutzstreifen ausweichen. Anwohner und Besucher dürfen auf dem Schutzstreifen nur zum Be- und Entladen halten. Es besteht zum Unmut der Anlieger ein Parkverbot. Im Bereich der Krollbachschule soll die einseitige Einengung zugunsten eines Fahrbahnteilers entfallen, um für die Schülerinnen und Schüler die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Das gilt auch für einen neuen beleuchteten Zebrastreifen in dem Bereich. Gedacht ist zudem an neue breitere Regenwasserkanäle. Mit der Verkehrsführung waren einige Anwohner nicht einverstanden. Die Schüler würden auf ihrer Seite bleiben und auf dem Bürgersteig im Gegenverkehr in den Ort radeln. Zudem wird eine Zunahme der Raserei auf der Sennestraße befürchtet. Einige Bürger befürworten ein durchgängiges Tempo 30 bis hin zur Ampel. Angeregt wurde zudem die Einrichtung der Raiffeisenstraße als Einbahnstraße für den Abschnitt bis zum Schmiedeteich. Neuer Buswendeplatz geplant Für den Bau eines Buswendeplatzes hat die Gemeinde das Delbrücker Planungsbüro Drilling und Schneider beauftragt. Der Platz wird einen Durchmesser von 26 Metern haben, mit vier Bushaltestellen, einer Doppelwartehalle und mehreren einzelnen Hallen ausgestattet sein. Ein 17 Zentimeter hoher Busbordstein und taktile Elemente sollen für Barrierefreiheit sorgen. Markierungen und Piktogramme sollen den radelnden Schülern den Weg weisen. Das alte Buswartehäuschen entfällt genauso wie die 18 Parkplätze. Autos sind auf einem Buswendeplatz tabu. Da viele Eltern ihre Kinder zur Schule bringen und wieder abholen, befürchten einige Anwohner ein Chaos. Auch die von der Gemeinde geplante Ertüchtigung des Wanderparkplatzes auf 18 Stellplätze erregte die Gemüter, da dieser ursprünglich nur für Wanderer da sein sollte. Es fielen Worte wie "Bürgerverarschung". Laut der Gemeinde soll der Wanderparkplatz nur als Angebots- und nicht als Dauerparkplatz angeboten werden. Auch könnte der Schulhof bei Veranstaltungen geöffnet werden. Bürgermeister Michael Berens möchte 2019 für das Parken auch die Freifläche zwischen Hallenbad und Dreifachturnhalle ertüchtigen.

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