Delbrück Schule gemeinsam mit Eltern gestalten

Sigrid Beer schlägt mit Delbrücker Grünen eine Zukunftskonferenz vor

VON ANNIKA FALK
Marion Lange, Fraktionsvorsitzende des Delbrücker Grünen, Ortsverbandschef Christian Burkert und die Landtagsabgeordnete Sigrid Beer (v.l.). - © FOTO: ANNIKA FALK
Marion Lange, Fraktionsvorsitzende des Delbrücker Grünen, Ortsverbandschef Christian Burkert und die Landtagsabgeordnete Sigrid Beer (v.l.). | © FOTO: ANNIKA FALK

Delbrück. Bis Freitag hatten Eltern der Erst- bis Drittklässler Zeit, einen Fragebogen zur künftigen Schullandschaft auszufüllen. Bis die Befragung ausgewertet ist, soll nicht unnötig Zeit verstreichen, ohne erste Weichen für eine neue Schule zu stellen. Die Landtagsabgeordnete Sigrid Beer und der Grünen-Ortsverband fordern die Einführung einer Zukunftskonferenz.

Für das kommende Schuljahr wurden 50 der 290 Viertklässler an Gesamtschulen außerhalb des Stadtgebietes angemeldet – in Salzkotten, Elsen und Rietberg. Kinder, die der eigenen Schullandschaft verloren gehen. Wenn es nach den Grünen geht, soll den Kindern künftig vor Ort eine Möglichkeit des längeren gemeinsamen Lernens geboten werden – durch eine Sekundar- oder Gesamtschule.

Heftig diskutiert wurde in den vergangenen Monaten über die drei Standorte, die CDU und FDP gerne erhalten würden. Die grüne Fraktionsvorsitzende Marion Lange machte in einem Pressegespräch deutlich: "Wir sind nicht glücklich über die drei Standorte, wollen diese erhalten, aber positiv nutzen." Man könne sich den Ausbau der Offenen Ganztagsbetreuung sowie der Kita-Plätze oder Erwachsenenbildung in den bestehenden Räumen vorstellen.

Die schulpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, Sigrid Beer, pflichtete ihr bei: "Wir müssen die Wichtigkeit der einzelnen Ortsteile als Bildungsstandorte stärken." Doch zur Bildungslandschaft gehörten nicht nur weiterführenden Schulen. "Das fängt bei der frühkindlichen Bildung an", so Beer, die selbst einst in einer Elterninitiative zur Gründung der Gesamtschule Elsen aktiv war. Beer sieht es als Chance, wenn durch Gymnasium und Gesamt- oder Sekundarschule künftig G8 und G9 in Delbrück angeboten werden könnten.

Die Grünen wollen die Eltern einbeziehen, können sich eine Zukunftskonferenz mit verschiedenen Arbeitsgruppen vorstellen, die sich mit der pädagogischen, räumlichen und konzeptionellen Gestaltung der Schullandschaft beschäftigt. "Die Bürger haben aber auch Verantwortung für den Haushalt", so Beer. Deshalb müsse erneut über die Standorte diskutiert werden. "Es darf keinen Verliererstandort geben", so die Abgeordnete, die sich prompt für eine Moderation einer solchen Konferenz ins Spiel brachte. "Die Eltern sind verunsichert", spürt Lange. "Deshalb müssen wir sie mitnehmen, um Sicherheit und Ruhe zu schaffen." Ortsverbandschef Christian Burkert unterstrich, wie wichtig es sei, dass Eltern die neue Einrichtung als "ihre" Schule wahrnehmen. Sechs Wochen wird die Auswertung der Fragebögen wohl dauern. Vielleicht wird es aber erste Andeutungen bereits im Schulausschuss am 21. März geben.

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