Delbrück Ein Meister am Holz

Leo Peitz baut seit mehr als 25 Jahren Spielzeug – aus dem Hobby wurde ein Beruf

Der Westenholzer Leo Peitz bietet zu seinen selbst gebauten Kaufmannsläden oder Kinderküchen das passende Zubehör wie Toaster oder Rührgerät. Neu im Programm hat er diesen schicken Schaukel-Elefant. - © FOTO: ANNIKA FALK
Der Westenholzer Leo Peitz bietet zu seinen selbst gebauten Kaufmannsläden oder Kinderküchen das passende Zubehör wie Toaster oder Rührgerät. Neu im Programm hat er diesen schicken Schaukel-Elefant. | © FOTO: ANNIKA FALK

Delbrück-Westenholz. Leo Peitz’ Söhne wünschten sich eine selbst gebaute Ritterburg. Also sägte und schraubte ihr Vater Abende lang im Keller, ein Schaukelpferd und ein Bauernhof folgten. Seitdem sind mehr als 25 Jahre vergangen, aus dem Hobby ist Beruf geworden und das Holzspielzeug testet mittlerweile der 19 Monate alte Enkel Ben.

Leo Peitz ist gelernter Raumausstatter, tief im Herzen war er aber immer Handwerker, sagt der 60-Jährige heute: "Mit Holz habe ich immer schon gerne gearbeitet." Anfangs baute er für die eigenen Söhne, später für Freunde und Verwandte. Immer mehr Anfragen kamen, Peitz machte sich selbstständig. Jetzt hat er zwei Fahrradminuten von seinem Haus entfernt eine Werkstatt mit großen Lager, Sohn Björn hilft ab und an mit, denn die Vorweihnachtszeit ist Hochsaison für die Holzspielzeug-Produktion.

Information

INFO: Im Internet bestellen     

Die Ausstellung der Holzspielzeuge, Im Dickfeld 7, ist freitags von 13–18 Uhr sowie samstags von 9–17 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Tel. (02944) 1510 geöffnet. ´ Außerdem ist Leo Peitz auf dem Westenholzer Weihnachtsmarkt mit einem Stand vertreten.

Weitere Informationen sowie der Onlineshop unter www.holzspielzeug-peitz.de

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Die detailgetreuen Kinderküchen von Leo Peitz stehen heute in Kindergärten und vielen Privathaushalten in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seine Kreationen haben kürzlich das Gütesiegel von "Spielgut" bekommen, einer gemeinnützigen Verbraucherberatung, die das Spielzeug von Pädagogen und Kindern auf Herz und Nieren testen lässt.

Als erster testet aber Enkel Leo die neuen Modelle. Opa beobachtet das Spiel genau und ist begeistert, wie lange sich der Knirps mit hölzernen Modellautos und einer schlichten, aber eleganten Brücke beschäftigen kann, die sein Großvater aus leichten Erlenholz gebaut hat. Die meisten Spielzeuge sind aus Buchenholz, das Material kommt fast ausschließlich aus Deutschland: "Fichte ist zu weich, Buche ist härter und die Spielzeuge gibt es naturbelassen oder geölt."

Auf eine der Spielküchen ist Leo Peitz besonders stolz. Das Modell "Waldorf" mit abgerundeter Backofentür samt herausziehbarem Backblech und Acrylglasscheibe hat er sich patentieren lassen. Immer wieder hat er neue Ideen, sieht Spielzeug, an dem er Verbesserungspotenzial erkennt. Die internationale Spielzeugmesse in Nürnberg steht deshalb jedes Jahr fest im Terminkalender, um die neusten Trends aufzuschnappen.

Den ganzen Sommer über hat er in seiner Werkstatt gesägt, gehämmert und geschliffen. Jetzt ist das Lager gut gefüllt – das Weihnachtsgeschäft kann kommen. "Besonders beliebt sind zu dieser Jahreszeit die Kaufläden", so Peitz, der außerdem Puppenbetten, -schränke und -häuser, eine höhenverstellbare Hobelbank sowie Weihnachtskrippen und Kindermöbel im Programm hat. Auch das Ur-Modell der Ritterburg verkauft der Westenholzer noch – mittlerweile ist es aber perfektioniert mit herablassbarem Burgtor und Verließ. Peitz ist stolz, dass er "bleibende Werte" schaffen kann, wie er sagt. Denn die robusten Holzspielzeuge erfreuen mehrere Generationen.

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