Delbrück-Ostenland Heimatmuseum wird digital

Großer Andrang in der Heimatstube im Feuerwehr-Gerätehaus

Der Heimatvereinsvorsitzende Willi Austenfeld, sein Stellvertreter Johannes Wiesing, Markus Wiesing und Ortsheimatpfleger Willi Österdiekhoff (von rechts) präsentierten die neue Medien. - © FOTO: REGINA BRUCKSCH
Der Heimatvereinsvorsitzende Willi Austenfeld, sein Stellvertreter Johannes Wiesing, Markus Wiesing und Ortsheimatpfleger Willi Österdiekhoff (von rechts) präsentierten die neue Medien. | © FOTO: REGINA BRUCKSCH

Delbrück-Ostenland. "So voll war es noch nie. Viele Gruppen aus dem ganzen Kreis Paderborn waren da. Sie wollen wiederkommen. Wir haben Besichtigungstermine vereinbart." Ortsheimatpfleger Willi Österdiekhoff strahlte vor Glück. Im 20. Jahr des Bestehens ziehen moderne Medien ins Heimatmuseum Ostenland ein. Am Sonntag öffnete der Vorstand des Heimatvereins die Türen, um allen Interessierten die digitale Erfassung des historischen Materials vorzustellen.

Die private Sammlung von Österdiekhoff hat sich zu einem einmaligen Kleinod des Delbrücker Landes entwickelt. Als Motor sorgt er seit zwei Jahrzehnten für unermüdliche Zugkraft. Seit 2007 befinden sich die heimatkundliche Bibliothek mit über 3.000 Bänden, zahllose Fotos und Dokumente, alte Gerätschaften sowie vorgeschichtliche Funde wie Urnen und Fossilien in der ersten Etage des Feuerwehrgerätehauses. Der Heimatvereinsvorsitzende Willi Austenfeld sprach allen Helferinnen und Helfern großen Dank aus. In den oberen Räumen fanden Kuchen und Kaffee reißenden Absatz. Der Erlös fließt in die Förderkasse des Heimatmuseums. Unter den Gästen begrüßte er Vize-Bürgermeister Karl-Heinz Meier und die Geistlichen aus Ostenland und Hövelhof.

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Mit Johannes Wiesing, Markus Wiesing und Adelheid Bade konnte der überregional bekannte Heimatfreund Österdiekhoff wichtige Mitstreiter begeistern, die sich im als Nachwuchskräfte im Vorstand für das Heimatmuseum engagieren. Sie sind damit beschäftig jedes Exponat aus dem enormen Fundus zu nummerieren, zu fotografieren, zu katalogisieren und zu archivieren.

"Beliebte Servicestelle für Vereine"

Bei den Fotoarbeiten erhalten sie wertvolle Unterstützung von Jan Bunte, dem Inhaber des Ateliers Biermann in Delbrück. Im Anschluss wollen sie einen Museumsführer auslegen. Das ermöglicht einen gezielten Zugriff. Auf dem neuen Flachbildschirm lief am Sonntag die Premiere einer überarbeiteten Film-Version von der 700-Jahr-Feier.

1989 im Rahmen dieses Dorfjubiläums präsentierte Österdiekhoff zum ersten Mal seine Sammlung. "Dafür brauchen Sie eine Heimatstube", erklärte der damalige Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble und die Verantwortlichen in Delbrück, Bürgermeister Stephan Knies und Stadtdirektor Dr. Bernhard Winnemöller, stellten Räume im Dachgeschoss der Ostenländer Grundschule zur Verfügung. Viele ehrenamtliche Heimatfreunde übernahmen den Ausbau und 1992 fand die feierliche Einweihung statt.

Die Bürger wussten ihr historisches Material in guten Händen, was zu einer stetigen Steigerung der Attraktivität des heutigen Heimatmuseums beitrug. Die Mitglieder des Heimatvereins sind froh über das hervorragende Einvernehmen mit den Feuerwehrleuten.

"Schulklassen und Kindergartensteppkes kommen ebenso gern wie Seniorengruppen und ehemalige Klassen, die sich besonders für die Fotos aus ihrer Jugendzeit interessieren", freute sich Österdiekhoff. "Das Heimatmuseum ist inzwischen eine beliebte Servicestelle für Vereine, besonders zur Erstellung von Festschriften. Wir öffnen an besonderen Tagen im Dorfkalender. Gruppen können einen Besichtigungstermin bei mir vereinbaren unter Tel. (0 52 50) 16 31."

Zu den zahlreichen gern gesehenen Gästen in den vergangenen Jahren gehörten Bauernpräsident Constantin Freiherr Heeremann, NRW-Kultusminister Hans Schwier, der NRW-Landwirtschaftsminister und heutige Vize-Präsident des Landtages Eckhard Uhlenberg sowie Oberkreisdirektoren, Landräte und Bürgermeister. Auch Wissenschaftler und Experten nahmen den Ostenländer Fundus unter die Lupe. Einige Exponate werden im archäologischen Museum in Herne ausgestellt.

Weitere Infos gibt es auf der Homepage des Heimatvereins www.ostenland.de, die zurzeit umstrukturiert wird.

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