Esther Bejarano – Überlebende des Mädchenorchesters von Auschwitz. - © FOTO: HERIBERT PROEPPER
Esther Bejarano – Überlebende des Mädchenorchesters von Auschwitz. | © FOTO: HERIBERT PROEPPER

Delbrück Überlebende des Mädchenorchesters von Auschwitz singt in Delbrück

Konzert mit Esther Bejarano

Delbrück (NW). Das Musikprojekt "Per la Vita" entstand in Zusammenarbeit mit den Rap-Musikern der Kölner Hip Hop Band "Microphone Mafia". Lieder von Verfolgung und Widerstand verbinden sich so mit neuen Texten und neuer Musik – einig in dem Bemühen, das Vergangene nicht zu vergessen und Alt und Jung gemeinsam Mut zu machen, gegen Antisemitismus und Rassismus, gegen Gewalt und Ausgrenzung, für Toleranz und Völkerverständigung – "Für das Leben" – einzutreten.

Auf Einladung der Realschule Delbrück tritt Esther Bejarano gemeinsam mit ihrem Sohn Joram & der "Microphone Mafia", einer Kölner Hip Hop Band am Freitag, 23. November, um 19 Uhr in der Stadthalle Delbrück, Boker Straße 6, auf. Karten für die Veranstaltung gibt es zum Preis von 8,50 Euro (ermäßigt 4,50 Euro) in der Stadthalle und an der Info des Rathauses, Marktstraße 6, in Delbrück.

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Esther Bejarano kam in einer deutsch-jüdischen Familie am 15. Dezember 1924 in Saarlouis zur Welt. 1943 wurde sie als "Halbjüdin" nach Auschwitz deportiert und ist heute die letzte Überlebende des Mädchenorchesters von Auschwitz. Dem Nazihorror entkam sie nur knapp, als sie auf einem Todesmarsch 1945 fliehen konnte. Nachdem sie jahrelang in Palästina lebte, zog sie 1960 nach Hamburg.

In ihrer Biographie "Wir leben trotzdem" beschreibt die Zeitzeugin ihr Leben. Esther Bejarano erhielt zahlreiche Auszeichnungen für ihr künstlerisches und antifaschistisches Engagement, unter anderem wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse geehrt. Die Hip Hopper Rosario Pennino und Kultu Yurtseven sind im Kölner Arbeiterviertel mit Migrationshintergrund aufgewachsen und wurden und werden zeitlebens mit Rassismus konfrontiert.

Ihre Erfahrungen verarbeiten sie in ihren Musikstücken. Als "Microphone Mafia" rappen sie auf türkisch, neapolitanisch und kölsch.

"Beim gemeinsamen Projekt "Per La Vita – Für das Leben" prallen Welten aufeinander. Und dieser Aufprall soll die Menschen wachrütteln", kommentiert Kutlu Yurtseven die Zusammenarbeit mit Esther Bejarano.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der Familienbeauftragten der Stadt Delbrück, Rita Köllner, Tel. (0 52 50) 996-281.

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