Vier Mitglieder sind aus der Delbrücker FDP-Fraktion ausgetreten. - © picture alliance / dpa
Vier Mitglieder sind aus der Delbrücker FDP-Fraktion ausgetreten. | © picture alliance / dpa

Delbrück Vier FDP-Mitglieder verlassen Delbrücker Fraktion

Neue Fraktion "Politik in Delbrück" gegründet

Nicole Hille-Priebe

Delbrück. Die Ratsmitglieder Brigitte Michaelis, Friedo Skirde, Andreas Hansel und Michael Skirde haben mit sofortiger Wirkung die Delbrücker FDP-Fraktion verlassen und eine eigene Fraktion gegründet. Ebenso gehen mehrere sachkundige Bürger diesen Weg mit. „Wir haben gestern offiziell den Bürgermeister darüber in Kenntnis gesetzt und werden in der neuen Fraktion mit dem Namen „Politik in Delbrück" (PID) weiterhin Politik in Delbrück für Delbrück mitgestalten", erklärte Brigitte Michaelis in einem Gespräch mit der NW. Hintergrund des Sammelaustritts seien interne Unstimmigkeiten, über die sich die FDP-Politikerin nicht näher äußern wollte. „Das hat sich mit der Zeit so entwickelt", sagte Michaelis, die seit 1999 für die FDP im Delbrücker Rat saß und ab 2004 Fraktionsvorsitzende war. "Politik in Delbrück" In einer konstituierenden Sitzung wurde Brigitte Michaelis zur Fraktionsvorsitzenden und Friedo Skirde als stellvertretender Fraktionsvorsitzender gewählt. „Wir haben uns für den Namen ,Politik in Delbrück’ entschieden, weil wir damit hervorheben wollen, dass uns vor allem die Entwicklung und Zukunft in und für Delbrück wichtig ist, ohne parteipolitisches Geplänkel", erklärten die Ratsmitglieder. Ihre politische Ausrichtung sei im Wesentlichen gleich geblieben. Es gelte, „Anträge zu unterstützen, die sinnvoll sind und zu versuchen, eigene Ideen auf den Weg zu bringen – und vor allem die Delbrücker Interessen im Fokus zu haben" so die Aussage der neuen Fraktion „Politik in Delbrück". Die FDP-Stadtverbandsvorsitzende und FDP-Ratsfrau Roze Özmen bedauerte den geschlossenen Fraktions- und Parteiaustritt. „Wünschenswert wäre es dabei gewesen, die durch die FDP-Liste erhaltenen Ratsmandate auch der Partei wieder zur Verfügung zu stellen, anstatt diese mitzunehmen." Auch Bürgermeister Werner Peitz bedauerte den Schritt der ehemaligen FDP-Ratsmitglieder. „Schade, dass man keinen Konsens finden konnte."

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