Endausbau Jakobstraße: Als sehr komplex erweisen sich die Planungen zum Endausbau der Jakobstraße. Um einen Schulweg zu errichten, müsste ein offener Grabenlauf verrohrt werden. Die CDU wünscht sich eine genau Aufschlüsselung der Kosten. - © Daniel Lüdkemeyer
Endausbau Jakobstraße: Als sehr komplex erweisen sich die Planungen zum Endausbau der Jakobstraße. Um einen Schulweg zu errichten, müsste ein offener Grabenlauf verrohrt werden. Die CDU wünscht sich eine genau Aufschlüsselung der Kosten. | © Daniel Lüdkemeyer

Delbrück Stärkung des Wirtschaftsstandortes bleibt in Delbrück oberstes Gebot

CDU unterstützt schulische Bildung und Ehrenamt

Daniel Lüdkemeyer

Delbrück. Die gute Ansiedlungspolitik von Gewerbebetrieben der letzten Jahre ist für die Delbrücker CDU Grund für einen mittelfristig ausgeglichenen Haushalt. "Die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Delbrück verbunden mit einer Fortsetzung der Gewerbeansiedlung ist und bleibt eine unserer Hauptaufgaben", betonte die CDU-Fraktionsvorsitzende Anita Papenheinrich die Ergebnisse der Haushaltsberatungen der CDU. Zwei weitere Schwerpunkte bilden die Grundschulen sowie die Unterstützung des Ehrenamtes. "Ging das Ehrenamt im letzten Jahr aufgrund der angespannten Haushaltslage fast leer aus, werden in diesem Jahr verschiedene Projekt ganz gezielt unterstützt. Wir haben hier genau abgewogen und werden nicht die sprichwörtlichen Spendierhosen anziehen", so die Fraktionsvorsitzende. Elternbefragung über weiterführende Schule in Westenholz Neben verschiedenen Bauvorhaben an der Johannesgrundschule (1,5 Millionen Euro), dem Ausbau der Offenen Ganztagsschule in Boke sowie der vermutlichen Errichtung einer Offenen Ganztagsschule in Westenholz soll der Schulentwicklungsplan fortgeschrieben werden. Hierin soll auch die Elternbefragung über eine mögliche weiterführende Schule in Westenholz ihren Niederschlag finden. Außerdem soll die Digitalisierung an den Schulen vorangetrieben werden. "Hier werden alle Schulen eingebunden und wir streben ein einheitliches System an. Die vorhandene Technik ist veraltet und wir müssen hier dringend investieren", kündigte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Reinhold Hansmeier diesbezügliche Beratungen für den ersten Schulausschuss des Jahres 2018 an. Änderungen sieht die CDU auch im Stellenplan der Stadt vor: Mit einer halben Stelle solle ein Klimaschutzmanager angestellt werden, der energetische Einsparmöglichkeiten entwickeln und für Beratungen von Privatpersonen und Gewerbetreibenden bereit stehen solle. Ein weitere Vollzeitstelle wird im Bereich der Straßenbaukontrolle und des Straßenbau eingerichtet. Das Ehrenamt unterstützt die CDU mit gezielten Maßnahmen. So wird in der Gemeindehalle Lippling der Fußboden saniert (10.000 Euro) und im Bürgerhaus in Steinhorst muss eine Tür verbreitert werden (5.000 Euro). Die Arbeiten führen die Verantwortlichen vor Ort in Eigenleistung aus. Einen sehr hohen Eigenanteil von 100.000 Euro hat sich auch der Delbrücker SC vorgenommen, um den Kunstrasenplatz sowie zusätzlich den Hauptplatz mit einer neuen Flutlichtanlage zu versehen. "Durch den gemeinsamen Bau zweier Anlage lassen sich deutliche Synergien erzielen. Die Stadt wird hier die Kosten für eine Anlage sowie die Elektroarbeiten übernehmen. Maximal werden dies 120.000 Euro sein", betont Martin Hüllmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Die Flutlichtanlage auf dem Kunstrasenplatz ist bereits 46 Jahre alt und gewährleistet keinen sicheren Spielbetrieb in den Abendstunden. Der Hauptplatz verfügt über kein Flutlicht. Dies soll geändert werden, so dass hier Kinder bis neun Jahren trainieren können und so der Platz an der Danziger Straße entlastet wird. 155.000 Euro werden im kommenden Jahr nach Ostenland fließen. Im Rahmen der Sanierung der Ortsdurchfahrt durch den Kreis Paderborn wird auch der Dorfplatz umgestaltet. "Die Parkplatzaufteilung erlaubt kaum weitere Nutzungen. Es wird einen Förderantrag geben, über den 45 Prozent der Gesamtkosten gedeckt werden könnten", begründet Anita Papenheinrich den städtischen Anteil. Einigkeit bestand bei der CDU in Punkto Sanierung der alten Dreifachturnhalle. "Wir müssen einen geordneten Sportbetrieb aufrechterhalten. Das ist für die Schulen aber auch die Sportvereine wichtig". Für die Sanierung der Duschen, des Daches sowie eine energetische Sanierung waren schon für das Jahr 2017 455.000 Euro eingestellt. Gleichbehandlung der Anwohner bei der Kostenumlage Klare Prioritäten hat die CDU auch für den Endausbau der Jakobstraße entwickelt: "Wir müssen erst ein ordentliches Konzept entwickeln, dies mit den notwendigen Kosten hinterlegen und dies alles mit den Anwohnern besprechen", möchte Reinhold Hansmeier die Planung mit einem Sperrvermerk versehen, bis ein Konzept vorliegt. Nach Ansicht der Mehrheitsfraktion gilt es bei dem Ausbau noch mehrere Klippen zu umschiffen: Die Kosten müssen nach Kanalisation, Verrohrung eines Gewässers, Schulwegsicherung, Ausbau der Straße differenziert werden. "Außerdem müssen wir die Schlaunstraße zwischen Brücke und Anreppener Straße einbeziehen, vor allem vor dem Hintergrund des Neubaus eines großen Lebensmittelmarkt, der sicher für mehr Verkehr sorgen wird", legt Hansmeier Wert auf Gleichbehandlung der Anwohner bei der Kostenumlage.

realisiert durch evolver group