Baustelle Hallenbad: Den Ausbau der Außenanlagen mochte die CDU-Mehrheit in der letzten Ratssitzung noch nicht beschließen. - © Jens Reddeker
Baustelle Hallenbad: Den Ausbau der Außenanlagen mochte die CDU-Mehrheit in der letzten Ratssitzung noch nicht beschließen. | © Jens Reddeker

Delbrück Außenanlagen am Delbrücker Hallenbad sollen 785.000 Euro kosten

Mehr Parkplätze, Wohnmobilstellplätze und Teilumbau der angrenzenden Straße Nordring. Sondersitzung des Rates könnte für Ende Oktober anberaumt werden

Regina Brucksch

Delbrück. Den von der Verwaltung vorgeschlagenen Ausbau der Außenanlagen am Delbrücker Hallenbad mochte die CDU-Mehrheit in der letzten Ratssitzung noch nicht beschließen. Er sieht die Neubauten eines Areals mit 60 Parkplätzen (500.000 Euro) und eines Bereichs mit acht beleuchteten Wohnmobilstellplätzen (80.000 Euro) sowie den Teilumbau der angrenzenden Straße Nordring (170.000 Euro) mit einer barrierefreien Bushaltestelle (35.000 Euro) des Öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) vor. Insgesamt müssten 785.000 Euro im Haushalt 2018 bereitgestellt werden. „Wir nehmen viel Geld in die Hand und wollen das Optimum herausholen", sprach Ingo Sagemüller (CDU) im Besonderen die Schaffung von ausreichend Parkraum an. Die Kommunalpolitiker einigten sich darauf, dass die Fachplaner des Hallenbades ihre Meinung kundtun sollen. Ende Oktober könne eine Sondersitzung des Rates anberaumt werden. Für das Weiterkommen sei das kontraproduktiv, beurteilte der Leiter des Fachbereichs Bauen und Planen Heinz Drüke den Aufschub. Er bat die Fraktionen, ihre Vorschläge einzureichen. Zuvor hatte er die Planungen im Detail vorgestellt: „Der Vorplatz im Eingangsbereich soll mit Sitzplätzen, Fahrradständern und Parkplätzen für Behinderte gestaltet werden. Die frühere Sägezahnaufstellung weicht einer neuen Parkplatzanordnung. Sie bietet 60 breitere Buchten. Das sind bei einer geringeren Flächenversiegelung von 470 Quadratmetern acht Plätze mehr." Als Vorteil betrachtete er die 6,50 Meter breite Fahrgasse, die es sogar Gelenkbussen ermögliche, sie als Wendeschleife zu nutzen. Weiter sprach Drüke den Nordring an: „Den Abschnitt von der Hohen Brücke bis zum Musikheim der Stadtkapelle sollten wir im Zuge der Arbeiten aktuellen Verkehrsstandards anpassen und wie bei der Himmelreichallee mit einer Fahrbahnbreite von 5,50 Metern mit integriertem Radweg umbauen." Auf die Frage nach Fördermitteln antwortete der Bauamtsleiter: „Die Haltestelle wird für den Schulbusverkehr genutzt. Wir beantragen einen Fördersatz von 90 Prozent." Bei den anderen Vorhaben sei nichts zu holen. Fördermittel gäbe es lediglich beim Umbau des Bades mit neuem Kursbecken inklusive Hubboden. Das große Bauprojekt (Kosten 7,6 Millionen Euro) solle im April abgeschlossen sein. Bereits in die Planungen aufgenommen hatte die Verwaltung zudem einen Stellplatz für Wohnmobile, für den parallel ein Antrag der CDU vorlag. Acht Plätze sollen hinter dem ehemaligen Fitnesscenter, heute Domizil der sozialen Tafel Füllhorn, entstehen. Die Ausgabe der Tickets mit Badbenutzung und die Betreuung könne das Hallenbadpersonal übernehmen, so der Bauamtsleiter. Zur Diskussion stand, ob man durch den Verzicht auf Ver- und Entsorgung Kosten sparen solle. Auf eine Anfrage von Jürgen Wrona (Grüne) nach der zusätzlichen Nutzung als Ladestation für Elektroautos, äußerte Drüke, eine Versorgung aus dem Bad heraus sei schnell zu realisieren. „Da ist in Zukunft viel los", listete Sagemüller die Gesamtschule, das Sportgelände, das Musikheim und zusätzliche Besucher im neuen Kursbecken als potenzielle Parkplatznutzer auf. Reinhold Hansmeier (CDU) sprach das Anlegen eines Schotterparkplatzes im Bereich Füllhorn an. Martin Hüllmann (CDU) empfahl Gespräche zur Kooperation mit dem Eigentümer des Grundstücks Ecke Nordring/Graf-Sporck-Straße. Der Hotelbesitzer wolle dort ein Boardinghouse errichten. (Der Begriff Boardinghouse bezeichnet einen Beherbergungsbetrieb, welcher Zimmer oder Apartments mit hotelähnlichen Leistungen in meist städtischer Umgebung vermietet. Anmerk. d. Red)

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