Verfolgungsjagd in Latzhose und T-Shirt: Beim Ostenländer Vieh- und Krammarkt war das Rasenmäherrennen wieder eine der Hauptattraktionen. - © Hans-Dieter Steg
Verfolgungsjagd in Latzhose und T-Shirt: Beim Ostenländer Vieh- und Krammarkt war das Rasenmäherrennen wieder eine der Hauptattraktionen. | © Hans-Dieter Steg

Delbrück Ostenland macht Tempo beim Vieh- und Krammarkt

Das beliebte Rasenmäherrennen kommt auch am neuen Standort gut an. 
Bürgermeister Peitz lobt den Zusammenhalt im Ort

Hans-Dieter Steg

Delbrück-Ostenland. Beim Ostenländer Vieh- und Krammarkt ist es auch in diesem Jahr wieder sowohl beschaulich als auch rustikal zugegangen. Das Fest rund um den Kirchturm ist aus dem Dorfkalender und aus den Terminplänen zahlreicher Besucher nicht mehr wegzudenken. Los ging es auch diesmal mit dem gezielten Schlag aufs Bierfass von Delbrücks Bürgermeister Werner Peitz. In seiner Begrüßung lobte er den Zusammenhalt der Ostenländer und die Lebendigkeit der Dorfgemeinschaft. „Mit diesem Markt ist wieder etwas in seiner urwüchsigen Art entstanden" so Peitz. Thomas Wigge, Vorsitzender der veranstaltenden Marktgemeinschaft, dankte dem Helferteam für unermüdlichen Einsatz. Gleich nach dem Fassanstich machten sich die Oldtimer auf den Weg. Blankgeputzt hatten 90 Schätze auf vier Rädern mit ihren Fahrern auf dem Kirchplatz gewartet, bis sie das Startzeichen für ihre rund 100 Kilometer lange Ausfahrt durchs Paderborner Land erhielten. Bei vielen Besuchern rief die Autoparade Erinnerungen an Kindheit und Jugend hervor, waren doch Wagen wie ein Opel Kadett oder ein Ford 20m zu bestaunen. Schlepper und Waffeln Üppig motorisiert sind auch die Brauchtumsfreunde aus Sande. Sie brachten betagte Schlepper und Erntegeräte aus vergangenen Epochen mit und zeigten, wie diese auch heute noch bedient werden. Intensiv bedient wurden die ungezählten Waffeleisen, mit denen etliche Frauen aus der Dorfgemeinschaft für einen guten Zweck Waffeln und Püfferken backten. Ziegen, Schafe und kleine Ponys warteten im Ort derweil geduldig darauf, von jungen Marktbesuchern die gewohnten Streicheleinheiten zu bekommen. Früh am Morgen hatten dafür noch nicht alle Kinder Zeit, denn beim großen Flohmarkt auf dem Schulhof wurden erstmal Geschäfte gemacht. Dabei wechselte immer wieder Spielzeug den Besitzer, aber auch Bücher und Kleidung fanden Abnehmer. Zu einer außergewöhnlichen Raserei trafen sich zehn unerschrockene Fahrer auf hochgezüchteten Gartengeräten: Das Rasenmäherrennen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Höhepunkt des Vieh- und Krammarkts gemausert. Diesmal wurde die „Grüne Hölle" wie sie von Moderator Klaus Stücker gerne bezeichnet wird, an die Osterloher Straße verlegt. Auch dort ging es zwar rabiat, doch immer fair zu. Die Renn-Piloten nahmen Rücksicht, zu Ausfällen oder Zwischenfällen kam es höchstens aus technischen Gründen.

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