Es geht wieder rund: Wer es gediegen mag, lässt sich im Riesenrad drehen, auf Mutige wartet rechts daneben eine Schleuder-Fahrt im „Jekyll & Hyde". - © Jens Reddeker
Es geht wieder rund: Wer es gediegen mag, lässt sich im Riesenrad drehen, auf Mutige wartet rechts daneben eine Schleuder-Fahrt im „Jekyll & Hyde". | © Jens Reddeker

Delbrück Katharinenmarkt: Fröhlicher Start in Delbrücker Festtage

Wirtschaftsschau und Kirmes ziehen an

Jens Reddeker

Delbrück. Für vier Tage hat Delbrück ein neues Wahrzeichen. Das 38 Meter hohe Riesenrad mit dem Namen „Movie" ist ein Fixpunkt auf dem Katharinenmarkt und bietet bis Montag mehr als 300.000 Besuchern in der Stadt mit dem schiefen Kirchturm Orientierung im Kirmes-Trubel. Großes Interesse gibt es am Premierentag aber nicht nur an den Fahrgeschäften, sondern auch in den großen Zelten der Wirtschafts- und Verkaufsschau. Bürgermeister Werner Peitz eröffnet das Potpourri der mehr als 100 Anbieter als „Schaufenster der Leistungsfähigkeit unserer Betriebe". Peitz’ Dank geht an „Mr. Wirtschaftsschau" Bernd Kerkströer, der es als Organisator immer wieder schaffe, den notwendigen Austausch zwischen Wirtschaft und Kundschaft in Delbrück zu erhalten. „Hier gibt es Produkte zum Anfassen und Menschen, die für ihre Produkte stehen – so etwas bekommt man beim Einkaufen im Internet nicht", wirbt der Bürgermeister für den lokalen Handel. Für viele Aussteller gehört der Stand in einem der Wirtschaftszelte nicht nur zum guten Ton, sondern lässt auch die Kasse klingeln. Inhaberin Doris Lohrmeier von der Westenholzer Polsterei „Ell + Ell" sagt: „Es lohnt sich, hier zu sein. Kunden werden auf uns aufmerksam und es kommen auch Folgeaufträge nach dem Katharinenmarkt." Ähnlich sieht es Delbrück-Debütant Sascha Meier, der mit seinem Gartenmöbelgeschäft „Park und Garden" aus Salzkotten vor allem Tische, Stühle und Strandkörbe apart im Zelt arrangiert hat: „Eine Webseite hilft, um Kunden zu informieren, aber hier kann man bei Passanten Bedarf wecken und die Ware auch live zeigen, das macht sich bezahlt." Auf zufriedene Aussteller und fröhliche Besucher setzt auch Peter Lücke, der Vorsitzende des Katharinenmarkt-Festausschusses. Als er die Ehrengäste am Nachmittag im vollbesetzten Genuss-Kreisel „Alt Delbrück" vor der Stadthalle begrüßt, hat sich gerade die Sonne gegen die Wolken durchgesetzt und lässt die Verantwortlichen noch mehr strahlen als zuvor. Sein Dank gilt den freiwilligen Helfern, die dem zweitgrößten Volksfest im Kreis „seinen freundlichen Charakter verleihen". Und weil Delbrück seine Gäste so zugewandt empfängt, sind als besondere städtische Botschafter die Mitglieder des Heimatvereins auf dem Festgelände unterwegs. Sie verteilen kostenlos Korn und Püfferken an die frühen Besucher. Das Team um den Vorsitzenden Martinus Förster hat dabei jede Menge zu tun: rund 3.800 original Delbrücker Mini-Küchlein bringen sie unters Volk.

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