Wird ab 2021 entbehrlich: Das heutige, auf zehn Jahre gemietete Rathaus am Kreisverkehr Lange Straße/Himmelreichallee. - © Gerd Schulze
Wird ab 2021 entbehrlich: Das heutige, auf zehn Jahre gemietete Rathaus am Kreisverkehr Lange Straße/Himmelreichallee. | © Gerd Schulze

Delbrück Neues Delbrücker Rathaus soll 8,25 Millionen Euro kosten

Ralph Meyer

Delbrück. Mit den Planungen für einen Rathausneubau in Delbrück werden sich die Politiker bei der nächsten Sitzung des Umwelt-, Bau und Planungsausschusses am Donnerstag, 23. März, ab 18 Uhr in der Stadthalle beschäftigen. Inzwischen hat sich der Arbeitskreis in vier Sitzungen mit einem Raumprogramm beschäftigt. Außerdem wurden detaillierte städtebauliche und hochbauliche Rahmenbedingungen erarbeitet. Betrachtet wurden dafür auch das Grundstück zwischen Himmelreich, Kleiner Straße und Stadtsparkasse sowie die notwendigen Stellplätze und Parkmöglichkeiten. Der Rathausbau ist die Folge der Schulplanungen in Delbrück-Mitte, durch die das bisherige Rathaus an der Marktstraße für den Ausbau der Delbrücker Gesamtschule benötigt wird. Das neue Rathaus an der Langen Straße hatte die Stadt 2011 für zehn Jahre gemietet. Für 85 Mitarbeiter geplant Ursprünglich hatte die Stadt den Neubau mit einem Raumprogramm für 85 Mitarbeiter auf 6,1 Millionen Euro kalkuliert. Allerdings werden die kalkulierten 85 Mitarbeiter bereits am diesem Sommer in der Delbrücker Stadtverwaltung arbeiten. Deshalb empfiehlt der Arbeitskreis, 100 Arbeitsplätze zugrunde zu legen. Vorgesehen sind damit auch Arbeitsplätze für Auszubildende, Praktikanten und externe Prüfer. Die Gemeindeprüfungsanstalt empfiehlt ohnehin, pro Fachbereich je einen Azubi- und einen Reservearbeitsplatz einzurichten. Bei sieben Fachbereichen in der Stadtverwaltung wären dies bereits 14 zusätzliche Arbeitsplätze. Deshalb wäre ein Neubau mit 85 Plätzen nur eine kurzfristige Lösung, so der Arbeitskreis. Auch bei der Beibehaltung der bisherigen Zwei-Rathäuser-Lösung wären mittelfristig zusätzliche Arbeitsplätze nötig geworden. Für diese zusätzlichen Büros wird mit Mehrkosten in der Größenordnung von 510.000 Euro gerechnet. Die 3.900 Quadratmeter große Brutto-Geschossfläche verteilt sich auch das Erdgeschoss und zwei Obergeschosse. Das Kellergeschoss bietet auf 600 Quadratmetern Platz für ein Stadtarchiv. Tiefgarage für 80 Autos Die nötigen 60 Stellplätze könnten oberirdisch neben dem neuen Rathaus Platz finden. Im näheren Umkreis stehen auf mehreren Grundstücken rund 130 öffentliche Parkplätze zur Verfügung, die allerdings über Tage mehr oder weniger stark genutzt werden. Außerdem könnten die privaten, angemieteten Flächen (80 Stellplätze) nach dem gültigen Bebauungsplan auch jederzeit bebaut werden. Um die Entwicklung der Innenstadt nicht zu behindern, hält die Stadtverwaltung Delbrück jetzt den Bau einer zusätzlichen Tiefgarage mit rund 80 Stellplätzen unterhalb des Rathausneubaus eine „vorausschauende und zukunftsorientierte Lösung", so Fachbereichsleiter Heinz Drüke. Die überschlägigen Kosten für die Tiefgarage betragen 1,6 Millionen Euro, so dass die Kosten für den Rathausneubau bei 8,25 Millionen Euro angekommen sind.

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