Eine Lerngruppe zeigt auf der Bühne anschaulich wie es geht. - © FOTOS: ANDREAS GÖTTE
Eine Lerngruppe zeigt auf der Bühne anschaulich wie es geht. | © FOTOS: ANDREAS GÖTTE

Delbrück Ein neues Haus des Lernens

Delbrücker eröffnen erste städtische Gesamtschule mit einer Feier in der Stadthalle

Delbrück. Der Schulbetrieb läuft erst seit ein paar Wochen, doch die 218 Schülerinnen und Schüler scheinen bereits in der neuen Schulform für Delbrück angekommen zu sein. Jedenfalls versprühten die Fünftklässler aus acht Klasse der neuen städtischen Gesamtschule bei ihren Auftritten anlässlich der offiziellen Eröffnung jede Menge gute Laune.

Das war auch dem aus Düsseldorf angereisten Staatssekretär Ludwig Hecke am Freitag nicht entgangen. "Die Kinder sind im Auditorium sehr diszipliniert und zeigen schon nach wenigen Wochen eigenständige Beiträge", lobte er.

Entscheidend sei stets der Geist einer Schule. Delbrück stehe vor einer Herausforderung. Der Schwung sei schon mal da. "Eine Gesamtschule hält für Schüler länger die Möglichkeit offen, sich für einen Schulabschluss zu entscheiden und sie individuell zu fördern", so Hecke weiter.

Schulleiterin Theresia Diekmann-Brusche (l.) und Bürgermeister Werner Peitz präsentieren das Schullogo in der Stadthalle.
Schulleiterin Theresia Diekmann-Brusche (l.) und Bürgermeister Werner Peitz präsentieren das Schullogo in der Stadthalle.

In der von Schüler Julius Querüber moderierten Eröffnungsfeier betonte die heimische grüne Landtagsabgeordnete und Sprecherin für Schulpolitik, Sigrid Beer, die Vorzüge einer Gesamtschule. Sie könnte die guten Ansätze der auslaufenden Schulen übernehmen und ermögliche einen Zugang zur gymnasialen Oberstufe. Attraktive Schulangebote seien für Kommunen entscheidend im Wettbewerb untereinander.

Mit dem Standort in Delbrück gibt es jetzt sechs Gesamtschulen im Kreisgebiet. Dazu kommen noch mehrere Sekundarschulen. "Längeres gemeinsames Lernen ist gewünscht", so Landrat-Stellvertreter Vinzenz Heggen. Eine gute Elternarbeit und eine gute Zusammenarbeit mit dem Kollegium und den Eltern sei für die Gesamtschule in Delbrück in der weiteren Zukunft wichtig.

Bürgermeister Werner Peitz bedankte sich bei den Eltern und der Elterninitiative für die vielen Anmeldungen und die geleistete Arbeit. "Die Schule wird künftig auf 1.400 Schülerinnen und Schüler anwachsen, da müssen wir noch viel bauen, um die erforderlichen Räume anbieten zu können." Das Stadtoberhaupt ist sich sicher, dass die Gesamtschule das soziale und kulturelle Leben der Stadt prägen werde.

Angekommen in der neuen Schule ist auch Richard Wins. Der Elfjährige durfte zusammen mit einer Mitschülerin und ein paar Erwachsenen vor den rund 500 Gästen seine Eindrücke von der Gesamtschule schildern. "Ich finde es ganz gut, das es keine Hausaufgaben mehr gibt. Auch die Bewegungsangebote und der Ruheraum sind gut", stellte der junge Delbrücker fest.

Schulleiterin Theresia Diekmann-Brusche hatte für die Organisation der Gesamtschule viele Tipps von der Gesamtschule Elsen bekommen. Dort war sie zuvor als Lehrerin tätig. Entsprechend standen am Freitag mit Laeticia Ewertz am Flügel und Matthias Schulze am Fagott zwei musikalische Gäste aus Elsen auf der Bühne der Stadthalle.

Theresia Diekmann-Brusche bedankte sich vor allem bei Bürgermeister Werner Peitz und Schulleiterin Sigrid Sordon-Hackel von der Realschule Delbrück. Peitz hätte stets ein offenes Ohr bei der Umsetzung gehabt. An der neuen städtischen Gesamtschule in Delbrück werden zurzeit 218 Schülerinnen und Schüler in acht Klassen unterrichtet.

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