Freuen sich auf die Einweihung des neuen Spielplatzes in Bentfeld: Martin Heumüller, der fünfjährige Philipp, Hermann-Josef Schulte, Rainer Ahmann, Thomas Thissen, Katrin Daldrup und Alexander Vieth (v.l.). - © Regina Bruksch
Freuen sich auf die Einweihung des neuen Spielplatzes in Bentfeld: Martin Heumüller, der fünfjährige Philipp, Hermann-Josef Schulte, Rainer Ahmann, Thomas Thissen, Katrin Daldrup und Alexander Vieth (v.l.). | © Regina Bruksch

Delbrück Neuer Spielplatz für Delbrück-Bentfeld

Mitten im Ort haben Mitglieder des Heimatvereins in den vergangenen Wochen aus einem betagten Spielplatz ein vielseitiges Gelände geformt. Kleine Besucher erleben Überraschungen

Regina Brucksch

Delbrück-Bentfeld. Der fünfjährige Philipp aus Bentfeld strahlt. Rainer Ahmann öffnet für ihn den Bauzaun und zeigt ihm den fast fertiggestellten neuen Spielplatz im Ortskern. Ahmann gehört zu den Heimatvereinsmitgliedern, die kräftig mit anpacken, um das Großprojekt zu realisieren. Am 23. Juni soll das Areal an den Berghöfen 2, im Volksmund Oskuhle genannt, offiziell eingeweiht werden. "Aus Sicherheitsgründen erfolgten im letzten Jahr der Abbau der Geräte und die Stilllegung des Geländes. Der städtische Spielplatz war schon vorher Thema im Dorf", erklärt Hermann-Josef Schulte. "Die Delbrücker Verwaltung bezuschusst eine Renovierung üblicherweise mit 15.000 Euro. Wir haben uns etwas Besonderes gewünscht. Der Platz sollte eine hohe Aufenthaltsqualität mit Lust zum Verweilen für Jung und Alt bekommen. Dafür reichte die Summe nicht aus. Darum haben wir die Bewohner des Dorfes mobilisiert", erinnert der Heimatvereinsvorsitzende an die ersten Überlegungen. Stolz verkündet er: "Die Eigenleistung unter anderem bei den Pflasterarbeiten ist enorm. Nachdem Spenden von zahlreichen Vereinen, Unternehmen und Privatpersonen eingegangen waren, konnten wir gemeinsam mit der Verwaltung die neuen Spielgeräte in Auftrag geben." Kurzfristig sei die Montage erfolgt, lobt Schulte den Bauhofleiter Christian Stamm und seine Mitarbeiter. Aus dem alten Bestand seien das Karussell, die Wippe, Tisch und Sitzmöglichkeiten wieder aufgebaut worden. "Was hier steht, ist absolut einzigartig" "Was hier steht, ist absolut einzigartig", schwärmen auch die Ehrenamtlichen Thomas Thissen, Katrin Daldrup und Alexander Vieth. Ihr Mitstreiter Martin Heumüller ist Fachberater bei SIK-Holz. Er hat bei der Planung der Spielgeräte den dörflichen Charakter seines Heimatortes aufgegriffen. Daran beteiligt waren der Bauhofleiter Christian Stamm und der Leiter des Tiefbauamts Olaf Merschman. "Hier sollen die Kinder nicht nur gucken, sondern sich spielerisch an die Arbeit machen", erläutert Heumüller den Aufbau des Ensembles. Es gibt eine offene Scheune mit der ortstypischen, unsymmetrischen Dachform. Darunter steht ein mit Kisten beladener Pferdewagen, der den Aufstieg in den Dachboden und damit zur Rutsche ermöglicht. Die anschließenden Kletterkonstruktionen symbolisieren einen Holz- und einen Misthaufen. Auf dem Misthaufen thront ein bunter Hahn. Ein alter Ackerpflug und Hühner als Spiel- und Sitzgarnituren sowie Kuh und Pferd als Federwippen ergänzen den bäuerlichen Hofbestand. Das kleine Backhaus mit Verkaufsstand dient auch als Hofladen. Der Fantasie der Kinder soll keine Grenze gesetzt werden Mit glänzenden Augen präsentieren die Großen ein Transportband. Es solle an den Sand- und Kiesabbau in Bentfeld erinnern. Netze zum Klettern, eine Rutsche, eine vier Meter hohe Doppelschaukel und eine Nestschaukel garantieren großes Spielvergnügen. "Natürlich sind der Fantasie der Kleinen keine Grenzen gesetzt, wenn sie die Scheune doch lieber in eine Weltraumstation verwandeln möchten", schmunzelt Heumüller. Schulte ergänzt: "Für uns sind wichtige Aspekte gegeben. Die Geräte sind aus hochwertigen Holz erstellt worden und chemisch unbehandelt." Die Robinie ist das härteste europäische Nutzholz mit hervorragenden Eigenschaften wie einer überdurchschnittlichen Belastbarkeit und einer hohen Resistenz gegenüber holzzerstörenden Einflüssen. Die SIK-Holzgestaltungs GmbH fertigt seit 30 Jahren Spielgeräte aus Robinie im brandenburgischen Fläming. Das verarbeitete Holz stammt aus brandenburgischen Forsten, die in naturgemäßer Mischkultur bewirtschaftet werden. Zur Einweihung des Spielplatzes am Samstag, 23. Juni, lädt der Heimatverein Bentfeld alle Bewohner und Interessierte an den Berghöfen 2 um 15 Uhr ein. Nach dem kirchlichen Segen und einem Grußwort von Bürgermeister Werner Peitz begleitet der Musikverein Bentfeld die Feier. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

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