Technik und Sicherheit: (v. l.) Jasmin Nolte und Benjamin Hänsch (v.l.) errichten ein Sanitätszelt. - © Regina Brucksch
Technik und Sicherheit: (v. l.) Jasmin Nolte und Benjamin Hänsch (v.l.) errichten ein Sanitätszelt. | © Regina Brucksch

Delbrück Rotes Kreuz im Kreis Paderborn probt Ernstfall

Übung absolviert: Drei-Städte-Team "Bali Hövelborn" siegt beim DRK-Kreiswettbewerb. Diesmal stand das Großereignis unter dem Motto "Tour de Delbrück"

Regina Brucksch

Delbrück. Ein hervorragendes Beispiel für erfolgreiche Kooperationen lieferte jetzt das Team "Bali Hövelborn". Mit Gruppenführer Christian Honerlage siegten weitere fünf Rotkreuzler aus Bad Lippspringe, Hövelhof und Paderborn beim DRK-Kreiswettbewerb in Delbrück. Sie qualifizierten sich für den Landeswettbewerb Westfalen-Lippe am 30. Juni in Halver im Märkischen Kreis. Mit seiner 65. Veranstaltung setzte der DRK-Kreisverband eine große Tradition fort. Als Gastgeber wechseln sich die neun Ortsvereine ab. Diesmal stand das Großereignis im Radler-Paradies unter dem Motto "Tour de Delbrück". Austragungsorte waren erneut Bereiche des Schulhofs und Klassenräume der Gesamtschule (früher Realschule). Bei der Siegerehrung mit anschließender großer Helferparty lobte der Vorsitzende des DRK-Stadtverbands Delbrück Olaf Kiefer seine Leute, weil sie trotz der umfangreichen Arbeit noch zwei Teams ins Rennen geschickt hätten. Die Mannschaften Paderborn, Delbrück I und Delbrück II bejubelten die Plätze zwei bis vier. Dem Leistungsvergleich stellten sich zudem eine gemischte Gruppe des Technischen Hilfswerks (THW) und des DRK, Rotkreuzler aus Salzkotten und außerhalb der Wertung ein Gast-Team vom Kreisverband Warburg. "Das wird ein schöner Wettkampf", versprühte das Kreisrotkreuz-Leitungstrio gespannte Vorfreude. Hubertus Schmidt, Irmgard Janßen und Kreisverbandsarzt Ingo Christiansen hatten wieder überlegt und getüftelt. Herausgekommen waren viele knifflige Aufgaben an acht Stationen. Unterstützung erhielten sie vom Leiter des Vorbereitungsteams Thomas Gabor und den Leitern des Wettbewerbsteams Johannes Fiebrandt und Sebastian Langenhorst. "Das war echt der Hammer", äußerten sich Jana Borchardt und Bjarne Broeker vom Team Delbrück I, nachdem sie die mit Abstand größte Herausforderung "Sanitätsdienst" geschafft hatten. Bei dieser Aufgabe sahen sich die Gruppen mit einem Massenunfall von 20 Verletzten nach einem Tribüneneinsturz konfrontiert. "Die Zeit sitzt ihnen im Nacken. Fehler gehören hier zum Lernprozess einfach dazu", erklärte Hubertus Schmidt. Er machte deutlich, dass eingeübte Strukturen und eine gute Gruppenführung sehr wichtige Faktoren für den Ernstfall seien. Folgende, weitere Aufgabenfelder erwarteten die Teilnehmer: Technik und Sicherheit (Sanitätszelt installieren), Betreuungsdienst (Kinder zur Evakuierung abfahrbereit machen), Erste Hilfe (Verbände anlegen), DRK-Wissen (Fakten zum Verband), Suchdienst (Hundestaffel und Registrierung im Kreisauskunftsbüro), Jugendrotkreuz (Vorführungen vor einer Kamera), Spiel und Spaß (Nutzung einer Fahrtrage, Anziehen von Chemieschutzanzüge der Feuerwehr). Zur Eröffnungsfeier brachten die Vorjahressieger aus Schloß Neuhaus die Wander-Trophäe mit. DRK-Präsident Heinz Köhler hieß unter den Gästen Vertreter des Partnerschaftsverbands Fläming-Spreewald (seit 1989) willkommen. Krankheitsbedingt könnten die Brandenburger kein Team für den Wettbewerb stellen, bedauerte er. In seinem Grußwort stellte der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Bernhard Wissing, den hohen Stellenwert der Übungen heraus. In der Schulaula hatten Leiter Jürgen Reuter, Jochen Penke, Gerd Timpe und Rolf Grassow von der Rotkreuzgeschichtlichen Sammlung Westfalen-Lippe eine Ausstellung mit interessanten Exponaten zusammengestellt.

realisiert durch evolver group