Auf der Baustelle: (v. l.) Heiner Sturm, Bauabteilung des DJH, Jugendherbergsleiter Frank Piontek und Martin Müller von der DJH-Bauabteilung. - © Johannes Büttner
Auf der Baustelle: (v. l.) Heiner Sturm, Bauabteilung des DJH, Jugendherbergsleiter Frank Piontek und Martin Müller von der DJH-Bauabteilung. | © Johannes Büttner

Büren-Wewelsburg Jugendherberge Wewelsburg wird hübsch gemacht

Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerks investiert aktuell 500.000 Euro. Die Eingangshalle wird erneuert, ein Bistro gebaut. Herbergsbetrieb läuft derweil weiter

Johannes Büttner

Büren-Wewelsburg. Rund 5,4 Millionen Euro investiert der Landesverband des Deutsches Jugendherbergswerks (DJH) aktuell in seine Jugendherbergen in Westfalen-Lippe. Nutznießer der Investitionen ist auch die Jugendherberge in der Wewelsburg. Rund 500.000 Euro werden hier eingebracht. 216 Betten, 29.895 Übernachtungen im Vorjahr und aktuell bereits 28.400 Übernachtungen: Die Jugendherberge Wewelsburg gehört zu den Top-Einrichtungen des DJH-Landesverband Westfalen. Damit das auch so bleibt, wird bereits seit einiger Zeit kräftig investiert. Allein die Brandschutzsanierung schlug mit rund 700.000 Euro kräftig zu Buche. In mehreren Abschnitten sollen nun weiter Maßnahmen durchgeführt werden. Im ersten werden Zimmer und Bäder auf den neuesten Stand gebracht sowie eine neue Eingangshalle und ein Bistro gebaut. Mit den Bauarbeiten wurde bereits begonnen. Um diese Maßnahme umsetzen zu können, muss zunächst die ehemalige Herbergselternwohnung im Erdgeschoss des Westflügels entkernt werden. Schon bei der Entfernung der Zwischendeckung kam es zu ersten Überraschungen. Reste einer alten Stuckdecke kamen ebenso zum Vorschein wie die Schäden und Brandspuren, die auf die Sprengung der Burg 1945 durch die SS zurückzuführen sind. Da es die Residenzpflicht für die Herbergsleitung nicht mehr gibt, werden diese Räumlichkeiten neu gestaltet. Herzstück wird ein neues Bistro. "Dieses wird zwar auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein, aber in erster Linie wollen wir eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität unserer Gäste erreichen", sagte Heiner Sturm, Leiter der Bauabteilung des DJH Landesverbandes. In diesem Zusammenhang hob Sturm zudem das gute Verhältnis zwischen dem Kreis Paderborn und dem Landesverband hin. "All unsere Aktivitäten laufen in Absprache mit dem Kreis Paderborn als Hausherren und dem Amt für Denkmalpflege", versicherte Sturm. Baulich leicht verändert und optisch aufgefrischt wird auch der Eingangsbereich der Jugendherberge, die am 31. Mai 1925 erstmals in die Burg einzog und seit 1964 im West- und Südflügel untergebracht ist. Integriert in den Eingangsbereich ist auch die Anmeldung. Geplant ist hier, ähnlich eines Hotels, eine offene Rezeption mit angrenzendem Büro- und Verwaltungsbereich. Beim Wiederaufbau des Nordturms (Fertigstellung 1980) wurde eine Etage mit Gästezimmern bestückt. Diese Zimmer werden jetzt ebenfalls saniert. Die fünf Gästezimmer haben zum Teil bis zu acht Betten. Aufgrund der beliebten Belegung der Zimmer durch Gruppen, welche die Sporthalle und den Festsaal im Nordturm nutzen, werden vier Zimmer weiterhin bis zu acht Betten haben. Ein weiteres Zimmer wird zum Vierbettzimmer. Die Fertigstellung ist bis zum Jahresende geplant. Ziel ist es auch, die Räumlichkeiten der Jugendherberge behindertengerechter zu machen. Um das zu erreichen, ist der Einbau eines Aufzugs erforderlich. Geplant ist dieser in der Nähe des Eingangsbereichs. Allerdings müssen hier noch Gespräche mit dem Denkmalamt und dem Kreis geführt werden. "All die Maßnahmen sind nur möglich, weil wir Mittel aus dem Kinder- und Jugendförderplan des Landesverband Westfalen-Lippe erhalten", sagte Heiner Sturm. Stark einbezogen sind bei dem Projekt heimische Unternehmen. So wurden die Planungen von dem Bürener Planungsbüro Atrium III durchgeführte und für die Ausführung sorgen heimische Unternehmen. Bei all den Arbeiten geht der Herbergsbetrieb aber weiter.

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