Entwurf: An der Bahnhofstraße/Neubrückestraße in Büren entsteht der Verwaltungsneubau. - © Johannes Büttner
Entwurf: An der Bahnhofstraße/Neubrückestraße in Büren entsteht der Verwaltungsneubau. | © Johannes Büttner

Büren Caritas Büren stellt Weichen für Zukunft

Delegiertenversammlung: Rund 3,2 Millionen sollen in Verwaltungsneubau fließen. Mehrgenerationenhaus in Salzkotten mit barrierefreien Apartments und Wohnungen geplant

Johannes Büttner

Büren. Der Caritasverband im Dekanat Büren investiert mehrere Millionen Euro in einen Verwaltungsneubau in Büren und hat den Neubau eines Generationenquartiers in Salzkotten im Visier. "Die äußerst solide Finanzlage bildet ein gutes Rüstzeug für die anstehenden Investitionen", sagte Vorstandsvorsitzender Christian Bambeck beider jetzigen Delegiertentagung in Büren. "Die Bauanträge für die neue Geschäftsstelle an Straßenkreuzung Bahnhofstraßen/Neubrückenstraße in Büren sind gestellt und sobald die Baugenehmigungen vorliegen, werden wir mit dem rund 3,2 Millionen teuren Bauvorhaben beginnen. Wir können die Fertigstellung kaum erwarten, da die derzeitige Geschäftsstelle an der Briloner Straße aus allen Nähten platzt", sagte Bambeck. Mit dem Baukörper sei es gelungen, Funktionalität und Ästhetik so miteinander zu verbinden, dass die Kosten im Rahmen bleiben und interne Arbeitsabläufe optimal unterstützt werden. Zum neuen Altenheim in Salzkotten stellte Bambeck fest, dass nicht die Caritas Büren sondern die Marienheim GmbH unter dem neuen Gesellschafter, dem VKA aus Hamm, Bauträger ist. In Salzkotten entsteht eine moderne auf die Bedürfnisse der Bewohner und Mitarbeiter abgestimmte Pflegeeinrichtung für 67 Bewohner, in den auch eine Tagespflege mit 15 Plätzen integriert werden soll. Die Caritas Büren wird das Gebäude anmieten und dort dann das Altenheim und die Tagespflege betreiben. Erst wenn das neue Altenheim fertig ist, kann die Caritas an die Realisierung des Generationenquartiers gehen. Entgegen der ursprünglich angedachten stufenweisen Entwicklung wird der Caritasverband nach Aufgabe des bisherigen Altenheims "Clara Pfänder" den gesamten Gebäudekomplex inklusive der großen Grünfläche hinter den Gebäuden erwerben. Die Detailplanungen, inklusive der Entscheidung, ob mögliche Kooperationspartner miteinbezogen werden, beginnen ab dem Frühjahr 2018. Eine Realisierung ist ab dem Frühjahr 2019 geplant. Geplant ist weiterhin, das Generationenquartier mit Wohnangeboten für junge Menschen, Familien und Senioren zu erstellen. Bis zu 15 Einzelzimmerapartments und bis zu 23 Zwei- und Dreizimmerwohnungen, alle barrierefrei, sollen, zusammen mit Beratungs-Betreuungs- und Pflegeangeboten, im Haus entstehen. "Die Idee, alle aktuellen Wohnformen für Senioren, mit echten Wohnangeboten für junge Familien zusammen mit Appartements für Senioren und jungen Menschen, verbunden mit allen Möglichkeiten der Betreuung und Pflege durch die Sozialstation, die Tagespflege und dem Altenheim auf engstem Raum und verkehrsgünstig zu Salzkotten und Paderborn gelegen, ist wohl in dieser Form im weiten Umkreis einmalig", betonte Bambeck und bekam von den Delegierten uneingeschränkte Zustimmung. Zu Beginn der Delegiertenversammlung hatte Bambeck allen Beteiligten für ihr großes Engagement bei den Jubiläumsfeierlichkeiten und unterstrich, dass der Caritasverband im Dekanat Büren auch im 50. Jahr die Herausforderungen der Zukunft mit den neuen Projekten angenommen hat. Ludger Eilhard-Chrobak, Vorsitzender des Caritasrates, hatte in seinen Ausführungen bei der Delegiertenversammlung besonders Bezug auf die umfangreichen Sitzungen und Verhandlungen zur Übernahme des Altenheims in Salzkotten und um das angedachte Generationsquartier in Salzkotten genommen. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit im vergangenen Jahre sei der von einer Unternehmensberatung begleitete Strukturprozess in der Caritas Büren gewesen. Dabei sei es darum gegangen, einer komplett neuen Führungsstruktur im ambulanten Bereich wie auch um das Thema Unternehmensführung, die zu einer Einstellung eines zweiten Vorstandes geführt hat, durchzuführen. Als Ergebnis teilte der Vorsitzende mit, dass der bisherige Alleinvorstand Christian Bambeck demnächst von einer Frau als zweites Vorstandsmitglied unterstützt wird. Der Name des neuen zweiten Vorstands wurde allerdings noch nicht verraten. Damit haben die 500 Mitarbeiter des Caritas Büren demnächst zwei Chefs. Die wirtschaftliche Situation des Caritasverbandes im Dekanat Büren und der Caritas Alten- und Krankenhilfe im Dekanat Büren bezeichnete Bambeck dann als sehr positiv. Beide Unternehmen konnten insgesamt gute Jahresergebnisse erzielen. Und so wurden Caritasrat und Vorstand von den Delegierten dann auch einstimmig die Entlastung erteilt.

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